Fiskus lässt Sondermüll produzieren – Uni-Studie: „Ausgedruckte Kassabons sind ökonomischer und ökologischer Unsinn“ – WIFF fordert: „Bon-Ausdruck nur auf Verlangen!“

Alljährlich fallen dem vom Finanzminister&Co. gesetzlich verordneten Ausdruck von Kassenbons in den österreichischen Verkaufsgeschäften und Lokalen zur Erzeugung des erforderlichen Papiers sage und schreibe 920 bis zu 20 Meter hohe Fichten zum Opfer. „Zu diesem Ergebnis kommen Professor Friedrich Schneider und dessen Mitarbeiterin Elisabeth Dreer von der Linzer Johannes Kepler-Universität. „Ein ökonomischer und ökologischer Unsinn“, so Schneider, zumal beim größten Teil der Bons ja nur kleine und Kleinstbeträge aufgeführt sind. Überdies seien die auf Thermopapier ausgedruckten Kassenbons mit speziellen Chemikalien beschichtet, also reiner Sondermüll.

Die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald nehmen das Ergebnis dieser Studie jetzt zum Anlass, um für eine Abschaffung der absoluten Kassenbon-Pflicht zu plädieren: „Solche Bons, auf denen ohnehin fast ausschließlich kleine und Kleinstbeträge angeführt werden, sollen künftig nur noch auf Wunsch ausgedruckt werden. Die Finanzämter sind bei Bedarf ja ohnehin auf Knopfdruck online mit den Kassen der Wirtschaftstreibenden verbunden und verfügen so über eine absolute Kontrolle. Finanzminister Blümel (ÖVP) sollte sich daher umgehend eine Wissens-Anleihe bei seinem französischen Kollegen einholen. Dort wurde nämlich bereits im Jänner ein Gesetz gegen diese Art der Sondermüll-Produktion verabschiedet. Und auch in Deutschland wird das Thema bereits intensiv diskutiert“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.