Flächenwidmungen und UVP-Entscheide gegen „Bares“? – Ex-Grün-Politiker Chorherr, Bauherren, Beamte und ein Verwaltungsrichter im Visier der Staatsanwälte.

Während zuletzt Mitarbeiter von „Wiener Wohnen“, Werkmeister des Wiener Magistrates und Firmenchefs „in Sachen Korruption“ mit dem Gericht zu tun hatten und haben, brauen sich in Wien und der Steiermark nunmehr dunkle Wolken auch über den Köpfen eines grünen Ex-Politikers, von Beamten, einigen Größen im Baugeschäft und sogar einem Richter zusammen.
In Wien ist die „Causa Chorherr“ in aller Munde und in der Steiermark sollen Spitzenbeamte des Landes und ein Verwaltungsrichter für die „positive“ Erledigung nahezu aller eingereichten Verfahren zu Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) gesorgt haben. Selbstverständlich gilt für alle verdächtigten Personen die Unschuldsvermutung. – „Auch für Floridsdorf ist der ‚Fall Chorherr‘ nicht unbedeutend!“, stellt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek fest. Immerhin habe sich der grüne Ex-Politiker u. a. für die Umwidmungen und eine Verbauung des Donaufeldes stark gemacht. Und nicht zuletzt sollte auch das „Nein“ des Magistrates und letztlich eines Verwaltungsrichters zur von der „Bürgerinitiative Siemensäcker“ geforderten Umweltverträglichkeitsprüfung für das Großprojekt „Europan 12“ („Siemensäcker“, „Westspange“ und „Triangel“) auf dem ehemaligen Siemens-Gelände zu denken geben. Auch hier war der ehemalige Grün-Politiker Chorherr involviert (siehe Fotos anlässlich eines Info-Besuches per Rad bei BI-Sprecher Helmut Sommerer am 14. April 2016 und bei einem späteren Treffen mit Stadträtin Gaal (SPÖ) und dem damaligen „Sozialbau“-Chef Ostermayer (SPÖ).
 
Derzeit prüfen jedenfalls die Anwälte der nach wie vor aktiven Bürgerinitiative alle rechtlichen Möglichkeiten für eine Wiederaufnahme des UVP-Verfahrens „Siemensäcker“ samt kriminalpolizeilicher Überprüfung der Geschehnisse „von damals“…