Floridsdorf: „Darum ging der Post das Geld aus..?“

Hoch erfreut nahmen kürzlich Hermine und Josef Schmidt aus den Händen ihres Briefträgers die schriftliche Benachrichtigung der Post mit der Mitteilung entgegen: „Ihr Geld ist da! – Der für Sie bestimmte Geldbetrag wird zur Abholung bereitgehalten“. Und weiter heißt es in dem Schreiben, man könne den von der Pensionsversicherungsanstalt überwiesenen Betrag „an einem der nächsten Werktage“ abholen. Als frühester Auszahlungstag wurde der 24. Jänner angegeben.

„Zum Glück haben wir noch eine kleine Reserve, daher wollte ich das Geld erst am späten Vormittag des 1. Februar beim Floridsdorfer Hauptpostamt in der Bahnsteggasse beheben – und glaubte mich plötzlich ‚im falschen Film‘. Denn der Schalterbeamte schüttelte nur kurz den Kopf und sagte etwas kleinlaut: ‚Wir haben heute leider kein Geld mehr‘“, schilderte Reg. Rat Schmidt, selbst 40 Jahre lang im Dienste der Post aktiv gewesen, Bezirksrat Hans Jörg Schimanek sein unglaubliches Erlebnis.
 
Dieser ging der Sache umgehend auf den Grund: „Auf den schriftlichen Abholverständigungen der Post fehlt leider der Hinweis, das der jeweilige Geldbetrag in jedem Postamt ausbezahlt wird. Lediglich auf der Rückseite ist zu lesen, dass man gegenständliche Informationen beim Postamt 1210 in Floridsdorf einholen kann. Dieser Hinweis wurde von vielen Geldabholern falsch interpretiert und so kam es, dass an diesem 1. Februar zahlreiche Personen aus allen Wiener Gemeindebezirken in Floridsdorf Schlange standen, um ihr Geld abzuholen.Und gegen 10.30 Uhr war dann der Posttresor in der Bahnsteggasse leer“, schildert Schimanek das Ergebnis seiner Recherchen. Er fordert daher die Post-Verantwortlichen auf, die schriftlichen Abholverständigungen künftig entsprechend zu adaptieren.