Floridsdorf: Immer mehr „Wohnbeton“ – aber auch immer mehr leere Wohnungen auf dem Markt… – WIFF fordert „radikale Änderung der Wohnbauförderungsrichtlinien“.

„Stopp dem Bauwahn!“ – u. a. mit diesem Slogan trat WIFF – Wir für Floridsdorf zur jüngsten Wien-Wahl an. „Leider blieben wir ungehört, denn der Bauboom feiert speziell in Floridsdorf nach wie vor ‚fröhliche Urständ‘’. Baukräne, wohin das Auge reicht. Sei es in Siedlungsgebieten oder auf großflächigen Arealen, überall entstehen neue Wohnbauten“, wundert sich WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek über die seiner Meinung nach „Kurzsichtigkeit der Bauträger“.

Denn auch die Zahl der leer stehenden Neubauwohnungen nimmt stetig zu. „Eigentlich logisch, denn bis zu 17 Euro Miete pro Quadratmeter und Monat können bzw. wollen sich so bald nicht viele Wohnungssuchende leisten. Und wenn man – wie manche Genossenschaften – Wohnräume, Balkone und Loggien direkt zu Autobahntrassen (Nordbrücke) Hauptverkehrsstraßen (Brünner Straße, Prager Straße, Leopoldauer Straße) oder Eisenbahnlinien (Thayagasse) hin ausrichtet, ist es kaum verwunderlich, dass auch solche deutlich preisgünstigere Wohnungen – zum Teil schon seit 2018 auf dem Markt (siehe Foto) – nur schwer vermietbar sind bzw. die Mieter stets rasch wechseln“, weiß Schimanek aus zahlreichen Gesprächen mit Betroffenen.
 
„Wir fordern daher eine umfassende Änderung der Förderrichtlinien für den gemeinnützigen Wohnbau. Künftig darf kein Wohnbauförderungsgeld aus dem Steuertopf mehr für die Errichtung von in der Folge unweigerlich zu Slums verkommenden Wohnanlagen entlang von Hauptverkehrswegen oder Güterzugtrassen fließen!“, so der Floridsdorfer Lokalpolitiker. – Fotos: Franz Hödl.