Floridsdorf: Neue Parkanlagen als Hitzepole – WIFF fordert „Umdenken bei der Planung“ – Spielplätze direkt vor Wohnungsfenstern ein absolutes „No Go“.

„Es ist ja ganz nett, dass sich Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) der Idee verschrieben hat, jedes Jahr einen neuen Park zu eröffnen bzw. zu sanieren. Allerdings sollten diese Einrichtungen der Bezeichnung ‚Park‘ dann auch gerecht werden“, üben Hans Jörg Schimanek und Gerhard Doppler (beide WIFF – Wir für Floridsdorf) harsche Kritik an der Ausführung einzelner Vorhaben und führen als Negativbeispiel etwa die Neugestaltung der Parkanlage Prellgasse an.

„Eine Parkanlagen, in der die Sitzgelegenheiten zum Verweilen in der prallen Sonne stehen und daher bei hohen Temperaturen tagsüber nicht genutzt werden, verdient eigentlich ihre Bezeichnung als ‚Park‘ nicht“, ist Doppler überzeugt und schlägt vor, künftig die behördlich vorgeschriebene Ersatzpflanzungen von Bäumen nach Rodungsgenehmigungen nicht in bereits vorhandenen Waldbereichen, sondern beispielsweise in der Prellgasse oder in künftig zu errichtenden Parkanlagen tätigen zu lassen. „Der bereits geplante neue Park auf den ehemaligen Gaswerk-Gründen – nunmehr ’Nu Leopold’ – zum Beispiel würde sich dafür bestens eignen“, schlägt dazu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek vor.

Zugleich kritisiert der Lokalpolitiker die vielfach von Wohnbauträgern geübte Praktik, Spielplätze direkt vor den Fenstern von Wohnhäusern zu errichten: „Für die betroffenen Mieter bedeutet dies spätestens ab den frühen Nachmittagsstunden bis oft spät abends einen völlig Verlust ihrer Lebensqualität, wie sich etwa anhand unseres Videos von einem Spielplatz im Bereich Grellgasse deutlich erkennen lässt“, so Schimanek.