Floridsdorfer „Blut-Künstler“ Helmut Nitsch wieder im Gespräch: „Schüttbild“ ziert neue Hofer-Einkaufstaschen…

Der aus Floridsdorf stammende Helmut Nitsch, berühmt-berüchtigt geworden durch sein „Orgien-Mysterien-Theater“, weiß sehr gut, wie man Geld verdient. Seit kurzem verkauft sogar die Lebensmittelkette HOFER Einkaufstaschen, deren Seitenteile neben dem Hofer-Emblem zwei Blut-Schüttbilder von Nitsch „zieren“. WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, als damals für das Veranstaltungswesen zuständiges NÖ-Regierungsmitglied Nitsch schon 1998 dessen „Orgien-Mysterien-Theater“ auf Schloß Prinzendorf (NÖ) – mit Stierschlachtungen, sexistischem Treiben inmitten dampfender Tier-Eingeweide sogar vor Jugendlichen und Kindern und anderen Grauslichkeiten – untersagt hatte, findet zu den neuen Hofer-Taschen nur eine Erklärung: „Vielleicht eignen sich die ‚Blutbild‘-Taschen besonders gut zum Transport von Faschiertem!?“

Nitsch’s „Karriere“ als Fäkalkünstler begann gemeinsam u. a. mit dem bereits verstorbenen, ehemals als Kinderschänder verurteilten, berüchtigten Otto Mühl im Keller des Floridsdorfer Gemeindebaus in der Brünner Straße 130. Neben seinen Blut-Schüttbildern fiel Nitsch auch etwa durch sein Buch und Theaterstück „Eroberung von Jerusalem“ besonders auf, in dem er das Christentum auf widerlichst-sexistische Weise attackierte.– Aber nicht überall findet diese ‚Kunst‘ derart Gefallen wie in Österreich (Ex-NÖ-Landeshauptmann Erwin Pröll auf die Frage nach seinem Lieblingsmaler: „Helmut Nitsch!“…).
 
So demonstrierten etwa heuer im Juni mehr als 10.000 Personen in Australien gegen eine Aufführung von Nitsch’s „Orgien-Mysterien-Theater“.
 
Schimanek abschließend: „Selbstverständlich trete ich für die Freiheit der Kunst ein. Wer aber – wie Nitsch etwa mit seinem Blutorgienspiel etc. – die Würde von Mensch, Tier und des Christentums mit Füßen tritt, dem muss Einhalt geboten werden. Und sogar die Zeitung „Der Standard“ fragte einst in der Ausgabe vom 15. Juli 1998: ‚Perverser Lüstling? Schlächter? Religionsverächter?‘ Ich hingegen frage mich nur, welcher ‚Ungeist‘ die Hofer-Verantwortlichen bei ihrem jüngsten Taschen-Auftrag geritten hat? Aber vielleicht kennen sie ja den Inhalt des ‚Sodomistisch-nekrophilen-Belustigungstheaters“ ebenso wenig wie den Nitsch-Ausspruch: ‚Auf Ruhm und Erfolg in Österreich pfeife und scheiße ich'“…