Floridsdorfer Fehlplanungen kosten die Steuerzahler Millionen: Rückbau der Leopoldauer Straße, Umbau des Siemensplatzes, SMZ Nord…

Floridsdorfer Fehlplanungen kosten die Steuerzahler Millionen: Rückbau der Leopoldauer Straße, Umbau des Siemensplatzes, SMZ Nord…

Heuer bleibt auch Floridsdorf vom „Wiener Baustellensommer“ nicht verschont. Vor allem drei Projekte sind es, die uns Steuerzahler aufgrund offensichtlicher Fehlleistungen im Wiener Rathaus viele Millionen kosten. An vorderster Stelle ist hier der Bau des SMZ Nord in der Brünner Straße zu nennen. Gravierende Ausschreibungsmängel und bereits laufende Gerichtverfahren – angestrengt von der Stadt Wien als Bauherr einerseits und Gegenklagen von ausführenden Firmen andererseits – haben bereits eine mindestens sechsjährige Verzögerung der Fertigstellung und mehrere hundert Millionen Euro an Mehrkosten verursacht. Und jetzt ist der Stadt Wien auch noch der Chef des auftraggebenden Krankenanstaltenverbundes (KAV) durch „Handtuchswurf“ abhanden gekommen. Ein kleines Trostpflaster für die Steuerzahler: Jetzt sind bereits die Gerichte befasst, der Wiener Stadtrechnungshof prüft und es ist auch durchaus anzunehmen, dass sich die Korruptionsstaatsanwaltschaft einschalten wird.

Dagegen nimmt sich die Fehlplanung beim Rückbau der Leopoldauer Straße wie ein „Klacks“ aus. Hier wurden „lediglich“ knapp eine Million verbaut und als Fahrbahnteiler erhöhte Mittelinseln errichtet. Die jetzt großteils wieder weggerissen werden mußten, um Platz für die Rohreinbauten zu schaffen. „Dabei waren diese Einbauarbeiten zum Zeitpunkt des Straßenrückbaues vor rund zwei Jahren längst geplant“, sagt WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald, auf dessen Initiative eine Mittelinsel aus Verkehrssicherheitsgründen sogar zweimal umgebaut werden mußte.

Aber auch der derzeitige Umbau des Straßenbereiches auf dem Siemens-Platz zwischen Siemensstraße und Ruthnergasse zeugt davon, dass beim Magistrat „die eine Hand nicht weiß, was die andere tut“. Schon vor der ursprünglichen Errichtung wiesen viele Ortskundige auf Planungsfehler und die Folgen für die Verkehrsteilnehmer hin. Jetzt – nur wenige Jahre nach der Millioneninvestition – muß der gesamte Bereich entsprechend den tatsächlichen Anforderungen des Verkehrs wieder umgebaut . „Und wieder werden wir Steuerzahler für offensichtliche Fehlleistungen im Rathaus zur Kasse gebeten“, so Turtenwald.

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Fotos: Joschi Tuczai