Floridsdorfer Groß-Wohnhausanlage „Am Park“: „Silvester-Kieg“ gegen Mensch und Tier.

Die neue Floridsdorfer Groß-Wohnhausanlage „Am Park“ auf den sogenannten „Siemensäckern“ glich zum Jahreswechsel geradezu einem Kriegsschauplatz. Batterinweise wurden Raketen in die Luft gejagt , Böller gezündet – und das mitten in einem Wohngebiet und auf den Grünflächen, die den geschützten Zauneidechsen als Lebensraum dienen. Und nicht zuletzt wurde sogar scharf geschossen: Zu Hilfe gerufene Polizeibeamte holten ein aus einer Schusswaffe stammendes Projektil aus der Mauer eines benachbarten Einfamilienhauses.

Für WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek steht nach einem gemeinsamen Lokalaugenschein mit Helmut Sommerer, dem Sprecher der benachbarten Bürgerinitiative „Siemensäcker“, und dem freiheitlichen „Wohnen“-Ombudsmann Michael Niegl eindeutig fest: „Bis zum kommenden Jahreswechsel muss dem Treiben ein behördliches Ende bereitet werden!“
 
Unverständlich sei –so Schimanek – dass sich nach diesen Exzessen weder der Wiener Bürgermeister Ludwig (SPÖ) noch irgend ein anderes Mitglied der Stadtregierung zu Wort gemeldet hat. „Offenbar ist Ludwig schamhaft in Deckung gegangen nachdem er festgestellt hat, dass seine ‚Durchmischung‘ in der neuen Wohnhausanlage mit rund 2.000 Neu-Bewohnern richtig in die Hose gegangen ist und die Anlage auf dem besten Weg zu sein scheint, zu einem ‚Migrations-Ghetto‘ zu werden“.
 
Einzig der Wiener FP-Chef Dominik Nepp hat sich tags darauf sofort eingeschaltet und den empörten Anrainern zugesagt, auf Gemeinderatsebene tätig zu werden, damit solche gegen Mensch und Tier gerichtete Exzesse, noch dazu mitten in Wohngebieten, künftig vermieden werden.