Floridsdorfer Markt: Die „Parkuhr“ der Schildbürger…

Jahre lang hatte sich das Wiener Marktamt (MA 59) geweigert, einem Antrag von WIFF zu entsprechen und das entlang der Bauernmarktfläche bestehende Halteverbot von Montag bis Donnerstag für Kurzparker zur Verfügung zu stellen (siehe Foto aus 2017). Seit kurzem ist jetzt in einem kleinen Bereich – allerdings direkt vor den Toren des neu errichteten Müllzentrums – das Parken für die Dauer von 15 Minuten erlaubt. Nicht verwendet werden darf aber der übliche 15-Minuten-Gratis-Parkschein der Stadt Wien. Vielmehr verlangt das Marktamt die Zeitangabe mittels einer ‚Parkuhr‘, die in Wien allerdings schon vor vielen Jahren ausgedient hat…

„Abgesehen von diesem unsinnigen Verlangen ist die Aufschrift auf der Verkehrstafel derart irreführend und – wie die ÖAMTC-Rechtsabteilung laut DFZ (Floridsdorfer Zeitung) klar stellt – nicht rechtskonform. Zudem erhebt sich die Frage, wie man auf die Idee kommen kann, eine Parkfläche direkt vor den Einfahrtstoren des neuen Müllzentrums anzuordnen und damit den Marktkaufleuten die Entsorgung ihres Mülls zu erschweren bzw. unmöglich zu machen. Was sich bei der Präsentation dieses Unsinns Stadträtin Sima, BV Papai (beide SPÖ) und der Chef des Marktamtes gedacht haben mögen, bleibt wohl deren Geheimnis…“, so die Kritik der beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald, die diesen Schildbürgerstreich zum Anlass nahmen, vor Ort an nach Parkplätzen suchende Autolenker Gratis-Parkscheiben zu verteilen. – Fotos: Franz Hödl, MA 59.