Floridsdorfer Markt: „Mai-Christbaum“ und Co. werden endgültig zur Lachnummer

Floridsdorfer Markt: „Mai-Christbaum“ und Co. werden endgültig zur Lachnummer! Bezirksvorsteher Papai: „Floridsdorf ist stolz auf den Mini-Maibaum“…

Maibaum-OeMit seiner Aussage „Floridsdorf ist stolz auf den Mini-Maibaum“ hat BV Papai wohl endgültig dafür gesorgt, dass die Geschichte um den „verunglückten“ Maibaum auf dem Floridsdorfer Markt zu Österreichs Lachnummer Eins geworden ist. Auch dürfte Papai über seine Kompetenzen noch so genau Bescheid gewusst haben, als er der Zeitung „Österreich“ mitteilte: „Wir brauchen keinen geschenkten Baum. Wir haben hier den schönsten und kleinsten Maibaum Wiens – und sind stolz darauf“. Wie in den Medien und auf facebook ja berichtet, hatte sich WIFF bereit erklärt, den Floridsdorfer Markt mit einem neuen Maibaum zu sponsern.

„Jetzt stehen die Marktkunden und Anrainer staunend und lachend vor einem etwa drei Meter hohen Baumstrunk, den man mit einem nicht gerade ansehnlich gewachsenen „Christbaum“ bestückt hat“, wundern sich die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald über die seltsame Haltung des Bezirksvorstehers.
„Dieser hat hier keinerlei Kompetenz. Die Genehmigung für die Aufstellung eines Maibaumes kommt vom Magistrat und für die Finanzierung hat das Marktmanagement der Wirtschaftskammer Wien gesorgt“.

Tatsache ist, dass der Magistrat innerhalb von sechs Wochen nicht in der Lage war, ein Metallrohr in und unter der Asphaltdecke des Bauernmarktes zu installieren und rundum – wie dies landauf, landab in hunderten Gemeinden üblich ist – zur Sicherung mit Beton auszugießen. „Damit hätte der Maibaum einen sicheren Halt gehabt und jedem Wind standgehalten. Nach der Entfernung des Baumes könnte eine solche Öffnung mit einer kleinen Platte abgedeckt werden und jedes Jahr erneut verwendet werden“, so Schimanek. Zudem hätte man sich das Geld für Herstellung und Transport der unsinnigen Betonplatte (siehe Foto) ersparen können. –

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Der „Mai-Christbaum“, wie er von Marktbesuchern nach dem „Schnitt“ benannt wurde.

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BV Georg Papai und der Musikverein Leopoldau bei der Eröffnung des „Maibaumfestes“ vor leerer Kulisse.

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Der klägliche Rest des Maibaumes, den die Feuerwehr wegen Gefahr im Verzug kappen musste. Maibaumfest5-Kopie

Betonplatte als „Sicherung“.

Fotos: Joschi Tuczai.