Floridsdorfer Markt: „Schlafender“ Magistrat empört Marktkaufleute, Kunden und Anrainer – WIFF fordert Prüfung durch Magistratsdirektion.

Seit Montag, 29. Juli, gilt für die kostenfreie Parkzone beim Floridsdorfer Markt in der Zeit von 7 bis 17 Uhr wegen Bauarbeiten ein absolutes Halte- und Parkverbot. Verwunderlich: Auch an Samstagen und Sonntagen. Damit fällt zur Zeit rund die Hälfte des gesamt vorhandenen Parkraums an der Vorderfront des Marktes weg. Sowohl für Kunden wie auch für Anrainer.

„Kein Wunder, dass wir von WIFF von allen Seiten mit Protesten bombardiert werden, da seit Beginn des Verbotes von Bauarbeiten fast nichts zu bemerken ist. Denn so wie in den Verkaufsgängen der Marktstände herrscht auch im angeblichen Baubereich gähnende Leere, wie wir bei unserem WIFF-Lokalaugenschein am 31. Juli gegen 14 Uhr feststellen mussten“, kritisiert WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek den nicht erkennbaren „Baufortschritt“.
 
Er fordert seitens der Wiener Magistratsdirektion eine umgehende Überprüfung des Sachverhalts und zielführende Anordnungen. „Es kann nicht angehen, dass die Marktkaufleute auch in der heißen Jahreszeit ihre Stände trotz praktisch null Frequenz von 15 bis 18 Uhr offen halten müssen, während vom Magistrat beauftragte Bauarbeiten vor den Augen des Marktamtes überhaupt nicht bzw. nur im Schneckentempo erfolgen und die Hälfte der Parkplätze blockiert wird“, so Schimanek.
 
Zudem habe das Marktamt dem von WIFF schon 2017(!) im Bezirksparlament präsentierten Antrag auf Freigabe des Parkstreifens entlang der Bauernmarktzone zumindest von Samstag 18 Uhr bis Donnerstag 20 Uhr nach wie vor nicht entsprochen. Schimanek: „Nicht einmal während der Zeit der Bauarbeiten kommt man beim Marktamt auf die Idee, die im genannten Zeitraum völlig brach liegende Parkverbotszone aufzuheben“.
 
Und an die Adresse von Bezirksvorsteher Papai (SPÖ): „Statt sich auf dem Markt lächelnd gemeinsam mit Stadträtin und Parteigenossin Sima für vom Steuerzahler finanzierte Hochglanzbroschüren zu präsentieren, sollte sich Papai viel öfter und vor allem offenen Auges in die Niederungen des täglichen Marktgeschehens begeben“, so der WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.