Floridsdorfer Markt: Vier Marktstände vor dem Abriß? – WIFF: „Abbruchbagger statt geöffneter Verkaufsstände der falsche Weg!“

Nach einem langwierigen Rechtsstreit wurde kürzlich dem Wiener Marktamt über insgesamt fünf Stände auf dem Floridsdorfer Markt u. a. wegen hoher Mietrückstände der Inhaber das Verfügungsrecht zugesprochen (ein Vierfachstand und die Hälfte eines Doppelstandes).

Nunmehr wird in Marktkreisen befürchtet, dass diese Stände von der Stadt Wien ersatzlos geschleift werden. „Das wäre völlig kontraproduktiv!“, ist WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek überzeugt. „Es muss doch danach getrachtet werden, neue Standler für den Markt zu gewinnen. Hier hätte die Stadt die Chance, die Marktstände zu sanieren und danach in Eigenregie zu vermieten, was zu einer deutlichen Attraktivierung des Marktes beitragen würde. Ein Abbruch hätte nur dann Sinn, würde man alle anderen vorhandenen Marktstände gegen entsprechende Ablösen ankaufen, den derzeitigen Markt schleifen und komplett neu errichten. Da dies aufgrund der derzeitigen Eigentumsverhältnisse und dem chronischen Geldmangel der Gemeinde aber nicht möglich erscheint, sollte man wenigstes den Weg der ‚kleinen Schritte‘ gehen. Mehr Frei- statt Verkaufsflächen hingegen würde nur eine weiteres Absinken der Kundenfrequenz zur Folge haben!“