Floridsdorfer Markt: WIFF präsentiert Erfolg versprechenden Lösungsvorschlag

Floridsdorfer Markt: „Rettungsversuche“ bisher mit untauglichen Mitteln. Jahrzehnte lang nur „rote“ Lippenbekenntnisse. WIFF präsentiert Erfolg versprechenden Lösungsvorschlag für „Schlingermarkt 2016“! Dazu gehören ein neues Werbekonzept und eine Generalsanierung des Marktes. „In ganz Wien werden die Märkte auf Hochglanz gebracht und Floridsdorf lässt man komplett versauern. So kann das nicht weitergehen“, ärgert sich WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.

Dass es in den letzten 20 Jahren nicht nur mit dem Floridsdorfer Bezirkszentrum steil abwärts gegangen ist, sondern dass auch der Floridsdorfer Markt – im Volksmund Schlingermarkt genannt – immer mehr an Bedeutung verloren hat, ist im Bezirk längst kein Geheimnis mehr. Und dass die in regelmäßigen Abständen wiederkehrenden Politparolen „Rettet den Schlingermarkt“ nur Schall und Rauch waren bzw. sind, wissen die Marktstandler und deren Kunden ebenfalls längst. Neu hingegen sind die Ausreden, hinter denen sich Bezirksvorsteher Papai (SP) versteckt, wird er auf den Zustand des Traditionsmarktes angesprochen: „Ich kann doch nicht in zwei Jahren alles zum Besseren ändern, was in den letzten 20 Jahren verabsäumt worden ist“, so Papai vielleicht ungewollt wohl auch an die Adresse seines Vorgängers Lehner.

„Der Bezirksvorsteher vergisst wohl, dass er bereits viele Jahre in den Spitzengremien der fast immer mit absoluter Mehrheit regierenden Floridsdorfer Bezirks-SPÖ tätig war. Niemand hätte ihn oder seine Genossen daran gehindert, der Negativentwicklung erfolgreich zu begegnen“, sagt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. „Selbst die Zahl der SP-Funktionäre, denen man auf dem Markt außerhalb von Wahlzeiten beim Einkauf begegnet, kann man leicht an den Fingern einer Hand abzählen. Und wenn sich nicht einmal die Bezirkspolitiker mit dem Markt identifizieren, wie soll man da an einen Aufschwung glauben?“

Tatsächlich haben die Aktivitäten seitens der Politik und der Wirtschaftskammer bisher nichts zur Attraktivierung des Marktes beigetragen. Musikveranstaltungen mit Alkoholausschank an Nachmittagen erfreuen lediglich das „einschlägige“ Klientel, Das Auflegen von Werbefoldern, mit denen man ja lediglich die vorhandenen Kunden erreicht, nicht aber neue Besucher anzieht,  ist ebenso zu wenig wie die alljährlichen Mai- bzw. Weihnachtsbäume. Zusätzlich zu den Werbemaßnahmen fordert WIFF eine Generalsanierung des Schlingermarktes. Schimanek: „Es ist ja ganz typisch für die Politik von SPÖ und Grünen: In ganz Wien werden die Märkte auf Hochglanz gebracht und Floridsdorf lässt man komplett versauern. Wir fordern eine Sanierung noch 2016. Denn einer der oft genannten Kritikpunkte am Schlingermarkt ist, dass er nicht wirklich einladend ist!“

WIFF schlägt neue Werbestrategie vor:

•   Der Floridsdorfer Markt befindet sich inmitten eines überalterten Wohngebietes, daher heißt es, auch die jüngeren Generationen und hier vor allem die Neo-Floridsdorfer anzusprechen, von denen der Großteil den Markt überhaupt nicht kennt. Anhand des vorhandenen Adressenmaterials kann man die etwa in den letzten zehn Jahren nach Floridsdorf zugezogenen Bürger eruieren. Diese könnten dann via Postwurf in einem Werbefolder zum Besuch des Floridsdorfer Marktes animiert werden. Auch mittels eines Gutscheines in Höhe von beispielsweise € 2,50 bei einem Einkauf ab € 10.–. Einzulösen bei jedem festen Marktstand, gefördert jeweils zur Hälfte von Wirtschaftskammer und den Standlern selbst.

 •   Gutscheine sollten lediglich an Freitagen ganztägig und an Samstagen bis 12 Uhr einzulösen sein. An diesen beiden Tagen spielt sich das Hauptgeschehen auf dem Floridsdorfer Markt ab und auch der Bauernmarkt steht für Einkäufe zur Verfügung. Denn zum Wiederkommen animieren kann man Erstbesucher nicht nur mit bester Qualität, es bedarf auch der Vermittlung des Gefühls: Es tut sich was auf dem Floridsdorfer Markt.

•   Schließlich bedarf es auch möglichst einheitlich abgesprochener Öffnungszeiten.

•   Und nicht zuletzt sollten in die Werbestrategie auch die Geschäfte in den Ladenzeilen rund um den Markt einbezogen werden nach dem Motto: Je umfangreicher das Angebot, desto interessanter für die Kunden.

„Ein solcher erster Versuch kostet mit Sicherheit nicht mehr als die bisher leider erfolglosen jährlichen Aktivitäten von Stadt Wien, der Bezirkspolitik und Wirtschaftskammer“, ist WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek überzeugt. „Und speziell den Floridsdorfer Politvertretern würde es gut anstehen, selbst bzw. mit ihren Familien regelmäßig auf dem Floridsdorfer Markt einzukaufen. Auch um Volkes Meinung aus erster Hand zu hören“.

 

 

Bauernmarkt1

Bauernmarkt2

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Markt 1957