Floridsdorfer Marktkaufleute: Gute Miene zum unsäglichen „Spiel“ mit den Zwangsöffnungszeiten.

Trotz Hitzewelle und Ferienzeit werden die Kaufleute der Wiener Märkte durch die von SPÖ und Grünen sowie dem Wiener Marktamt geborene und vor wenigen Monaten per Verordnung in Kraft getretene „Neuen Wiener Marktordnung“ bei Strafe gezwungen, ihre Stände verpflichtend auch zwischen 15 und 18 Uhr geöffnet zu halten.

„Für den Floridsdorfer Markt hat sich diese Zwangsmaßnahme jedenfalls als Fehlgeburt herausgestellt!“, übt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek harte Kritik an Stadträtin und Marktamt. Speziell in der heißen Jahreszeit seien die Marktkunden zwischen 15 und 18 Uhr beinahe an den Fingern einer Hand abzuzählen, die Personalkosten seien in dieser Zeit um ein Vielfaches höher als die zu erzielenden Umsätze.
 
„Das einzig Erfreuliche ist, dass viele Marktkaufleute gute Miene zum bösen Spiel machen, ihre geöffneten Stände kurzzeitig verlassen und sich regelmäßig zwischen 15 und 18 Uhr zwischen den Gängen zu dem einen oder anderen Schmankerl zusammen setzen um u. a. über die Zukunft zu diskutieren. Selbstverständlich unter Beobachtung ihrer Stände, falls sich doch der eine oder andere Kunde zum verspäteten Einkauf einfinden sollte“, so der WIFF-Bezirkspolitiker. Er fordert daher eine Ausnahmeregelung zumindest für die Sommerzeit. Zudem könne es nicht angehen, dass die Umbauarbeiten auf dem Floridsdorfer Markt praktisch im Schneckentempo vorangehen. Eine Anpassung an die Marktöffnungszeiten wäre laut Schimanek jedenfalls sinnvoll.