Floridsdorfer Siedlungen im Visier der „Baulöwen“ – WIFF fordert Novellierung der Bauordnung.

Immer häufiger findet man in den Floridsdorfer Siedlungsgebieten – und nicht nur hier bei uns – Gartengrundstücke, auf denen gewiefte „Projektentwickler“ großvolumige Bauvorhaben mit zumeist zwischen sechs und zwölf Wohnungen errichten bzw. planen. Und das inmitten gewachsener Gartengebiete mit schmucken Einfamilienhäusern.

So neuerdings auch Ecke Alißengasse/Ruthnergasse, Ruthnergasse 157 oder Carabelligasse 4 (siehe Fotos im Anhang). Möglich macht diesen Trend nach dem Motto „Beton statt Grün“ die vom ehemaligen Stadtrat und nunmehrigen Bürgermeister Ludwig (SPÖ) zuletzt novellierte und vom Gemeinderat beschlossene, aber offensichtlich „verunglückte“ Wiener Bauordnung.
 
„Solch großvolumige Projekte gehören unter keinen Umständen in über Jahrzehnte gewachsene Siedlungsgebiete. Damit wird nicht nur die Lebensqualität der Langzeitbewohner stark beeinträchtigt, sondern auch der von Ludwig&Co. zuletzt stets lautstark strapazierte Klimaschutzgedanke ad absurdum geführt“, üben auch die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald Kritik. Sie fordern die nunmehr für die Bauordnung zuständige Stadträtin Gaal (SPÖ) auf, mittels einer raschen neuerlichen Novellierung den Fehler ihres Amtsvorgängers und nunmehrigen Chefs Ludwig umgehend zu beheben.
 
„Es geht nicht an, dass betroffene Siedlergemeinschaften – so wie in der Nordrandsiedlung – bei der Politik Baustopps auf Zeit erzwingen müssen, um ihr Siedlungsgebiet vor ausschließlich gewinnmaximierend orientierten Bauträgern zu schützen. Hier bedarf es einer einheitlichen gesetzlichen Regelung für alle Wiener Siedlungsgebiete“, so Schimanek abschließend. –
Fotos: Josef Endl, Franz Hödl.