Floridsdorfer SPÖ, ÖVP und Grüne sagen JA zur Straßenprostitution im Bezirk

Floridsdorfer SPÖ, ÖVP und Grüne sagen JA zur Straßenprostitution im Bezirk. Resolution von WIFF – Wir für Floridsdorf für ein Verbot wurde aus „formalrechtlichen“ Gründen nicht zur Abstimmung zugelassen.

Jetzt ist es amtlich: Die Floridsdorfer SPÖ, ÖVP und Grünen haben sich für die Straßenprostitution im Bezirk ausgesprochen.

In einem von diesen drei Fraktionen beschlossenen Schreiben an die für die Exekution des „Wiener Prostitutionsgesetzes“ zuständige Polizeidirektion Wien wird diese aufgefordert, statt eines – wie von WIFF – Wir für Floridsdorf und der FPÖ in Resolutionen geforderten –  Verbotes für Floridsdorf und ganz Wien für die derzeit im Strebersdorfer Gewerbe- und Industriegebiet zum Leidwesen der dort ansässigen Firmen und der täglichen Passanten grassierende Straßenprostitution kein Verbot auszusprechen, sondern lediglich eine zeitliche Beschränkung für die Abend- und Nachtstunden zu verhängen.

„Jetzt ist Floridsdorf endgültig auf den Strich gekommen. Statt dem Willen einer wohl großen Bevölkerungsmehrheit in Floridsdorf zu entsprechen, betreiben SPÖ, ÖVP und Grüne die Sache der Straßendirnen und deren Zuhälter. Die Nichtzulassung unserer Resolution zur Abstimmung in der ‚Sondersitzung‘ der Bezirksvertretung unter Anwendung von in alle Richtungen dehnbaren Paragrafen der Stadtverfassung zeigt das grobe Defizit dieser drei Parteien in ‚Sachen Demokratie‘. Jetzt wird also im Strebersdorfer Gewerbe- und Industriegebiet weiterhin die Straßenprostitution fröhliche Urständ‘ feiern, wird die gesamte Umgebung Abend für Abend und Nacht für Nacht verdreckt und werden vor allem auch jene Bürgerinnen und Bürger, die in den Abendstunden von der Schnellbahnstation Strebersdorf durch die Autokaderstraße nach Hause gehen, auch weiterhin von Dirnen, Zuhältern und Freiern belästigt werden“, zeichnen WIFF – Parteiobmann und Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und sein Stellvertreter Ossi Turtenwald das Bild der unzumutbaren täglichen Szene in Strebersdorf.

„Geradezu empörend ist der Versuch des SPÖ-Bezirksvorstehers Papai&Co, WIFF für das Ausufern der Szene verantwortlich zu machen, „weil WIFF die Straßenprostitution in Strebersdorf öffentlich gemacht hat. Diese Haltung ist offenbar das Markenzeichen der SPÖ: Vertuschen statt Informieren. Ganz nach dem Muster etwa bei den vielen Korruptionsfällen bei diversen Magistratsabteilungen und vor allem bei Wiener Wohnen“, so Schimanek und verweist auf das Fehlen jedweder hygienischer Voraussetzungen für Dirnen und deren Freier.

„Prostitution hat es immer schon gegeben und wird es auch weiterhin geben. Aber dieses Gewerbe sollte auf Laufhäuser und ähnliche behördlich genehmigte und regelmäßig überwachte Einrichtungen beschränkt werden!“ so Schimanek. Zugleich verweist der Bezirkspolitiker auf den jüngsten Erfolg der WIFF-Unterschriftenaktion (LISTE finden Sie rechts) gegen die Schließung der Polizeiinspektion Strebersdorf / Berlagasse: „Insgesamt haben knapp mehr als 14.000 Floridsdorferinnen und Floridsdorfer mit ihrer Unterschrift mitgeholfen, dass Innenministerium und Polizeidirektion letztlich die für den heurigen Sommer geplante Schließung bis zu einem Neubau im Jahr 2017 abgeblasen haben. Mit Hilfe einer ähnlich starken Beteiligung der Bevölkerung muss es uns doch auch gelingen, den Straßenstrich aus Floridsdorf zu verbannen.“

ACHTUNG:
Da seitens der Wiener Polizei darauf verwiesen wird, für ein Sperrgebiet in Strebersdorf gebe es zu wenig Beschwerden, hier die Mail-Adresse der Polizeiinspektion Floridsdorf zum allfälligen Gebrauch:

<lpk-w-pi-21-hermann-bahr-str@polizei.gv.at.

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Anhang: WIFF-Resolution, die von SPÖ, ÖVP und Grünen nicht zur Abstimmung in der Sitzung der Bezirksvertretung zugelassen wurde