Floridsdorfer „Tröpferlbad“: Wohnen-Stadtrat Ludwig (SPÖ) „verschenkt“ 1,6 Mio Euro… Jetzt lässt die Korruptionsstaatsanwaltschaft ermitteln

Vor kurzem wurde auf dem Areal des ehemaligen Floridsdorfer Tröpferlbades Ecke Brünner Straße / Weisselgasse eine neue Wohnhausanlage eröffnet. Strahlend stellten sich dabei u. a. der Wiener  Wohnen-Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Bezirksparteiobmann Ludwig mit Bezirksvorsteher Papai den Fotografen.

Und es war keine Rede davon, dass es beim Zustandekommen des Grundstückverkaufs durch die Stadt Wien an eine „befreundete“ Wohnbaugenossenschaft eher „seltsam“ zugegangen sein dürfte. Denn laut schriftlicher Beantwortung einer diesbezüglichen Anfrage von WIFF – Wir für Floridsdorf durch Stadtrat Ludwig war das Grundstück um „wohlfeile“ 909.000.– Euro an die Genossenschaft verkauft worden. Und das ohne öffentliche Ausschreibung, wie Ludwig auf Anfrage von WIFF schriftlich zugeben musste… –

„Wir haben daraufhin Anbote von privaten Bauträgern eingeholt – und danach staunten wir gewaltig!“, so WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. Denn immerhin wäre dieses Grundstück – für die Errichtung von Eigentumswohnungen gedacht – für mehr als 2,5 Millionen Euro zu verkaufen gewesen. Noch dazu, da die Stadt Wien mit der Städtischen Bücherei ja auch gleich einen fixen Mieter für das große Gassenlokal mitgeliefert hat.

„Hier wurde den Wiener Steuerzahlern ein gewaltiger Schaden verursacht, denn den zu erzielen gewesenen Mehrbetrag hätte man ja durchaus in eine der vielen an anderer Stelle zu errichtenden geförderten Sozialwohnbauten bzw. in einen der im Wahlkampf versprochenen neuen Gemeindebauten investieren können“, rechnet Schimanek vor und erinnert an eine jüngste Feststellung des Rechnungshofes, wonach die Stadt Wien zuletzt viele Baugrundstücke zum Schaden der Steuerzahler weit unter dem wahren Wert verscherbelt hat.