Floridsdorfer Wirte für WIFF-Vorschlag: Bevorstehende WIKA-Wahl in der Fachgruppe Gastronomie aussetzen!

Nach schweren Vorwürfen wegen angeblichem Wahlbetrug gegen Gastro-Chef Turecek und seine Stellvertreterin Haslinger: Floridsdorfer Wirte für WIFF-Vorschlag, die bevorstehende WIKA-Wahl in der Fachgruppe Gastronomie auszusetzen.

Die kürzlich bekannt gewordenen Untersuchungen der Staatsanwaltschaft Wien (Aktenzeichen 502 St 12/10m) gegen den Chef der Fachgruppe Gastronomie in der Wiener Wirtschaftskammer, Wilhelm Turecek, seine Stellvertreterin Martina Haslinger (beide aus Floridsdorf) und Andere wegen möglicher Wahlfälschung bei der Wirtschaftskammerwahl 2010, haben auch die Floridsdorfer Gastronomie erschüttert. Immerhin lauten die Vorwürfe gegen die Genannten doch, sie hätten sich und ihrer SP-Fraktion durch Manipulation zahlreicher Wahlzettel Vorteile verschafft, die möglicherweise für den erstmaligen Gewinn der Fachgruppenwahl durch den „Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband“ ausschlaggebend gewesen sein könnten.

Obwohl das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft längst nicht abgeschlossen ist und natürlich in allen Fällen die Unschuldsvermutung gilt, führt die „Floridsdorf-Connection“ Turecek&Haslinger auch bei der bevorstehenden Wahl die Liste des SWV an. „Diese Vorgangsweise lässt die gesamte Wahl zur Farce werden und schadet nicht nur der Fachgruppe Gastronomie, sondern der WIKA Wien insgesamt“, sagt WIFF-Parteiobmann Hans Jörg Schimanek nach mehreren Gesprächen mit Floridsdorfer Gastronomen.

WIFF-Vorschlag: Wahl für die Gastro-Sparte bis zur Klärung des Falles aussetzen
„Interimistische Führung soll durch die Fachgruppe der Kaffeesieder erfolgen“

Um das Image der gesamten WIKA Wien nicht weiter zu beschädigen, schlägt WIFF – Wir für Floridsdorf die umgehende Aussetzung des Wahltermins für die Fachgruppe Gastronomie vor. „Selbst angesichts der auch in diesem Fall geltenden Unschuldsvermutung kann es doch nicht sein, dass Turecek, Haslinger und Co. trotz derart schwerwiegender Vorwürfe nach 2010 jetzt neuerlich zur Wahl antreten. Zugleich dürfe man ihnen aber auch nicht die Chance nehmen, sich im Falle eines für sie positiv abgeschlossenen Verfahrens einer möglichen Wiederwahl stellen zu dürfen“, so Schimanek. Er fordert daher das WIKA-Wien Präsidium auf, die Wahl 2015 in der Fachgruppe Gastronomie umgehend bis zum Abschluss der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen bzw. eines etwaigen Gerichtsverfahrens auszusetzen und mit der interimistischen Führung vorläufig die Fachgruppe der Kaffeesieder zu beauftragen. „Anderenfalls wäre es sinnvoller, künftig keine österreichischen Wahlbeobachter mehr etwa in afrikanische Länder zu entsenden, sondern verstärkt bei den jeweiligen Kammerwahlen kontrollieren zu lassen“, so Schimanek abschließend.

Turecek

Bildtext:

Das Foto (aus NEWS Nr. 5/15) zeigt Noch-Gastro-Chef Turecek „hoch zu Kuh“ – ob es ein tiefer Fall wird?