Förderskandal in der Brigittenau aufgeflogen: Wiener Steuertopf als Selbstbedienungsladen für SP-Politiker

Gäbe es das Online-Magazin „fass ohne boden“ noch nicht, man müsste es umgehend erfinden. Wieder einmal haben die dortigen Mitarbeiter in ein „rotes Wespennest“ gestochen, indem sie einen Förderskandal um die SPÖ-Landtagsabgeordnete Tanja Wehsely (SPÖ), aus der Familie der sogenannten „Gesundheits“-Stadträtin Sonja Wehsely, ans Tageslicht beförderten. Denn die Dame hatte bei ihren Genossen im Rathaus und deren grünen Koalitionären als stv. Vorsitzende des Vereins „Alte Fleischerei“ laut Subventionsbericht 2015 für ihren Verein eine knapp halbe Million Euro als Förderung durchgedrückt. „Für mobile Jugendarbeit in der Brigittenau“, rechtfertigt sich Wehsely nunmehr nach empörten Protesten vieler anderer gemeinnützig tätiger Vereine und aus der Öffentlichkeit.

Die SPÖ-Landtagsabgeordnete und ihr Verein befinden sich beim Handaufhalten allerdings in „bester Gesellschaft“. „Wer seine Emotionen so halbwegs im Griff hat und der wissen will, was mit dem Steuergeld der Wienerinnen und Wiener so alles gefördert wird, dem ist ein Blick in den ‚Subventionsbericht der Stadt Wien 2015‘ (leicht zu finden via Google, Anm.) durchaus anzuraten“, so die drei WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek, Jasmin Turtenwald und Ossi Turtenwald. Sie verweisen in diesem Zusammenhang auch auf die Schuldenexplosion der Stadt mit einem derzeitigen Minusstand von satten 8,527.900.164 Milliarden Euro, wobei aber nicht einmal alle Schulden der ausgelagerten Unternehmen der Stadt Wien mit eingerechnet sein dürften.
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