Förderskandal um Kindergärten „Alt Wien“: WIFF-Vorschlag wird jetzt vom Rathaus verwirklicht – Fördergeld für August sichert zumindest kurzfristige Weiterführung

 

Die Eltern von rund 2.300 Kindergartenkindern und deren Betreuerinnen haben – mit medialer und politischer Unterstützung (auch von WIFF) – gegen die zuständige Stadträtin Frauenberger (SPÖ) und den Magistrat vorerst zumindest einen Teilerfolg erzielt. Die für 29. Juli angekündigte Sperre der 33 Kindergärten des privaten Betreibers „Alt Wien“ wurde abgeblasen, nachdem sich die Stadt Wien bereit erklärt hatte, die zum Betrieb erforderlichen Fördergelder zumindest für August weiter zur Verfügung zu stellen, obwohl der Betreiber unter Verdacht steht, 6,6 Millionen Euro Fördergeld mißbräuchlich verwendet zu haben. Mit dieser Entscheidung wurde auch der WIFF-Forderung Rechnung getragen, nicht Kinder und Eltern für Fehler anderer Leute durch Schließung büssen zu lassen, sondern den Betrieb zumindest noch ein Monat lang zu gewährleisten, um Zeit für eine zufrieden stellende Lösung der Probleme zu gewinnen.

„WIFF hat nach Rücksprache mit Eltern und Betreuerinnen des Kindergartens auf dem Leopoldauer Platz genau die jetzt praktizierte Vorgangsweise vorgeschlagen. Zumindest für die beiden Floridsdorfer „Alt Wien“-Kindergärten. Ich habe umgehend versucht, den urlaubenden Bezirksvorsteher Papai via sein Büro zu informieren und vorgeschlagen, zwecks Zeitgewinn vorerst seitens des Bezirkes die finanzielle Garantie für den August-Betrieb in unseren beiden Kindergärten zu übernehmen und hiefür mittels Telefonrundrufes die Zustimmung der übrigen Fraktionen im Bezirksparlament einzuholen. Ich habe zwar bis heute weder von Papai noch von seinem Büroleiter eine Antwort erhalten, aber die braucht es ja jetzt nicht mehr, nachdem sich Stadträtin Frauenberger für den Monat August zu einer Gesamtlösung entschlossen hat“, sagt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.KG-Alt-Wien-3 (1)
Tatsächlich hat Frauenberger allen Grund, so zu handeln. Auch wenn sie noch so lautstark darauf hinweist, „dass wir ja selbst auf diesen Fördermißbrauch draufgekommen sind“, muss sie sich die Frage gefallen lassen: Warum werden Millionen an Fördergeldern aus dem Steuertopf ausgeschüttet, ohne dass genaue begleitende Kontrollen erfolgen? „Denn diese 6,6 Millionen Fördergelder sind ja nicht in nur einem oder zwei Jahren angeblich mißbräuchlich verwendet worden“, so Schimanek.
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Frauenbergers Verhalten – ein Skandal für sich…
Skandalös, ja sogar unfassbar, sind die Aussagen der zuständigen SPÖ-Stadträtin Frauenberger  im „KURIER“-Interview vom 28. Juli. Die offenbar heillos überforderte Stadtpolitikerin verteidigt darin den Förderstopp für die 33 Kindergärten und stellt fest: „Die Krot fressen jetzt die Kinder“… – Dazu WIFF-Bezirksrat Schimanek: „Das Verhalten von Frauenberger beweist wieder einmal, dass sie ihrer Funktion schlicht und einfach nicht gewachsen ist. Da müsste doch endlich der Herr Bürgermeister einschreiten!“ KG-Frauenberger