Folgen des Hochwassers mit Überflutung der Donauinsel ein „Fall für den Staatsanwalt“ WIFF fragt: Wer hat Baugenehmigungen für die überschwemmten Vergnügungslokale in der „Roten Zone“ erteilt?

Immense Schäden hat das jüngste Hochwasser auch für die Betreiber diverser Vergnügungs- und Restaurationsbetriebe auf der Donauinsel verursacht. Daher erhebt sich jetzt die Frage: Wer hat den Betreibern die Genehmigung zur Errichtung ihrer Betriebe in einem höchst hochwassergefährdeten Bereich, in einer sogenannten „Roten Zone“, erteilt?
WIFF–Parteiobmann BR Hans Jörg Schimanek ist überzeugt:
„Hier handelt es sich um schwere, möglicherweise sogar grob fahrlässige Fehler der Genehmigungsbehörde. Denn das Entlastungsgerinne und die Donauinsel wurden einstmals unter dem Floridsdorfer Stadtrat Fritz Hofmann in erster Linie als Hochwasserschutz für die rechts der Donau liegenden Bezirke Döbling, Brigittenau, Leopoldstadt und den Alberner Hafen errichtet.
Erst danach, an zweiter Stelle, kam die Donauinsel als Erholungsbereich. Bei gefährlichen Hochwässern war und ist die Flutung des Entlastungsgerinnes und im Ernstfall sogar von Teilen der Donauinsel als Stauraum vorgesehen, wodurch der Wasserstand in der Neuen Donau gesenkt wird und Überflutungen rechts der Donau verhindert werden können. Wer in solchen Zonen Baugenehmigungen für feste Bauwerke – die zuletzt abgesoffen sind – erteilt hat, war bzw. ist fachlich völlig ahnungslos und für diesen Job total ungeeignet – oder es handelt sich hier um Vorsatztäter, die ihre dubiosen Entscheidungen aus welchen Gründen immer getroffen haben. Hier drängen sich einfach Fragen in Richtung Korruption oder Amtsmissbrauch auf“.
Hochwaser
Bezeichnend in dieser Sache ist auch die Tatsache, dass in den anderen Bundesländern Bürgermeister vor den Kadi geholt werden, weil sie in sogenannten „Roten Zonen“, also im von Hochwasser  gefährdeten Bereichen, Baugenehmigungen erteilt haben. BR Schimanek: „Alle betroffenen Hochwasseropfer, die über aufrechte Baugenehmigungen verfügen, haben Anspruch auf Schadenersatz. Allerdings sollten hier nicht die Spendenmillionen der österreichischen Bevölkerung oder Gelder aus dem mit  Steuermitteln bestückten Katastrophenfond zum Tragen kommen. Hier sollten unbedingt die tatsächlich Verantwortlichen, also jene für die Erteilung eindeutig widerrechtlicher Baugenehmigungen Verantwortlichen zur Schadensgutmachung herangezogen werden!“
Krone-Hochw.