Fragwürdige Grundstücktransaktionen zwischen Heeresspital und Marchfeldkanal

Fragwürdige Grundstücktransaktionen zwischen Heeresspital und Marchfeldkanal: WIFF – Wir für Floridsdorf fordert sofortige Prüfung durch den Rechnungshof.

„Ziesel als Dauerbrenner“ – wie es den Anschein hat, wollen Stadt Wien und die Wohnbaugesellschaften als Eigentümer der umstrittenen Grundflächen, den Fall „aussitzen“. Nachdem alle Versuche, die höchst geschützten Ziesel auszusiedeln, misslungen sind, will man sich jetzt anderer Methoden befleißigen, um der Ziesel und der immer größer werden Zahl der Tier- und Naturschützer „Herr zu werden“.
Weil Ziesel in Buschwerk und hohem, dichten Bewuchs keinen Lebensraum finden, sollen die bisher von Landwirten bewirtschafteten Flächen verwildern. Dagegen laufen die Tierschützer und die IGL Marchfeldkanal Sturm.
„Man mag ja zum Thema „Ziesel“ auf der einen und dem erforderlichen Wohnbau auf der anderen Seite stehen wie immer man will. Dem Gesetz muß aber allemal Genüge getan werden. Und die geltenden gesetzlichen Vorgaben lassen eben eine Bautätigkeit im Bereich des Heeresspitals in Stammersdorf wegen der Zieselvorkommen nicht zu“, so WIFF-Parteiobmann Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
Er sieht angesichts der „Randerscheinungen“ rund um die Grundstückstransaktionen und die Umwidmung in Bauland dringenden Aufklärungsbedarf.
Schimanek: „Allein die Tatsache, dass die Fa. Mischek von insgesamt 12 Grundstückeigentümern eine Gesamtfläche von 68.141 m2 gekauft und am selben Tag mit einem Gewinn in Höhe von € 681.410 an die beiden Wohnbaugenossenschaften Kabelwerk und Donaucity verkauft hat, ist dringend aufklärungsbedürftig. Und völlig unverständlich ist, wie die Stadt Wien diese Grundflächen in Bauland umwidmen konnte, obwohl beim Magistrat die dortigen Zieselvorkommen längst bekannt waren. Ebenso bekannt wie das Faktum, dass diese Ziesel zu den europaweit höchstgeschützten Tieren zählen. Und warum blieb anlässlich der Umwidmung die MA 22 als Umweltabteilung der Stadt mucksmäuschen still unter dem Tisch?“Ziesel-8-13 Kopie
WIFF – Wir für Floridsdorf fordert angesichts dieser ominösen Praktiken eine sofortige und lückenlose Prüfung durch den Rechnungshof.

„Falls hier seitens der Stadt nichts geschieht, werden wir unsere Unterlagen direkt der Korruptionsstaatsanwaltschaft zur Prüfung auf etwaige strafrechtlich relevante Tatbestände übermitteln!“, so Schimanek.

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