Friedhof Jedlesee: Gefahr lauert auf desolaten Gehwegen

Nicht alle Fußweg auf dem Jedleseer Friedhof präsentieren sich den Besuchern in beispielhaftem Zustand. „Entlang der ‚teuren Plätze‘ ist alles bestens in Ordnung. Dort aber, wo die Gräber der nicht so betuchten Familien liegen, gleichen manche Wege reinen Hindernisbahnen und haben schon so manchen Unfall verursacht“, weiß eine regelmäßige Friedhofsbesucherin zu berichten, die WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek zu einem Besuch vor Ort eingeladen hatte.

Tatsächlich stellt die Beschaffenheit einiger Wege speziell im hinteren Teil des Friedhofs vor allem für ältere Menschen eine nicht unerhebliche Gefahrenquelle dar. „Beim städtischen Friedhofsbetreiber scheint man offensichtlich nicht registriert zu haben, dass auch das Alter der Friedhofsbesucher immer mehr ansteigt. Und dass auch gehbehinderte und immer häufiger auf Gehilfen angewiesene Personen die Gräber ihrer Lieben besuchen wollen.
 
Statt die ‚Friedhöfe Wien‘ sozusagen als Abstellgleis für anderswo nicht oder kaum mehr benötigte, aber bestens bezahlte, hohe und höchste Beamte und Holding-Manager zu nutzen und das dortige Budget zu belasten, könnte man das Geld viel sinnvoller beispielsweise in die Sanierung desolater Friedhofswege investieren“, schlägt Schimanek vor. Er fordert einen raschen Beginn der Wegesanierung noch vor dem kommenden Winter: „Denn bei Schneelage sind beim derzeitigen Zustand mancher Wege sogar schwere Verletzungen vorprogrammiert“.