Gegen die Interessen künftiger Schülerinnen und Schüler: SPÖ, Grüne und ÖVP beschließen Islam-Schule in der Prager Straße

Gegen die Interessen künftiger Schülerinnen und Schüler beschlossen: SPÖ, Grüne und ÖVP im Wiener Gemeinderat für Islam-Schule in der Prager Straße. WIFF: „Bezirksfeindlichkeit gepaart mit beängstigender Ahnungslosigkeit“

Die Bemühungen von WIFF – Wir für Floridsdorf, den Bau einer siebenstöckigen Islamschule (21 Meter hoch) in der Prager Straße (gegenüber dem SPAR-Markt) zu verhindern, ist leider erfolglos geblieben. Obwohl WIFF auf die völlige Ungeeignetheit des Standortes an einer viel befahrenen Hauptverkehrsstraße für den Bau einer derart großen Schule hingewiesen hatte, haben SPÖ, Grüne und ÖVP in der jüngsten Sitzung des Wiener Gemeinderates einer Umwidmung des gegenständlichen Grundstücks von Bauklasse II auf Bauklasse IV zwecks Errichtung einer Islamschule zugestimmt.

OssiTurtenwald„Es ist nachgerade bezirksfeindlich und zeugt von unfassbarer Ahnungslosigkeit der Mandatare, dass diese Umwidmung sozusagen im Handumdrehen beschlossen wurde. Dabei haben wir von WIFF in zwei in der Bezirksvertretung eingebrachten Resolutionen klar dargestellt, das dass gegenständliche Areal in keinster Weise als Schulstandort geeignet ist. Aber offenbar sind den Damen und Herren von Rot, Grün und Schwarz die Sicherheit und auch die Lernerfolge künftiger Schüler völlig egal.

Hauptbeweggrund für diese Entscheidung dürfte gewesen sein, damit noch rasch vor der Nationalratswahl im Teich der islamischen Bewohner Wiens auf Stimmenfang zu gehen“, empört sich WIFF-Bezirksrat und LPO-Stv. Ossi Turtenwald.

Unverantwortlich hat sich in dieser Sache vor allem die Floridsdorfer Gemeinderätin Susanne Blume (SPÖ) in den Vordergrund gedrängt. „Solche Vertreter des Bezirkes im Wiener Rathaus sollten wir uns in Zukunft sparen“, fordert WIFF-LPO Hans Jörg Schimanek hält Blume ihre „völlig unsinnige Themenverfehlung“ vor. Bluma-Zitat (wörtlich): „Ich verstehe die Bedenken des Bezirkes bezüglich des Standortes der Schule. Doch es ist offensichtlich, dass das nicht der wahre Grund für ihre Ablehnung des Bebauungsplanes ist und das halte ich für unseriös“…

Zugleich gesteht die Floridsdorfer Gemeinderätin ein, dass es ein „morgendliches und abendliches Verkehrschaos geben könnte“…

Fakt ist, dass in der künftige Schule rund 400 Kinder unterrichtet werden.
Und Fakt ist auch, dass diese Schule – übrigens ohne jede Grünfläche – direkt an einer Hauptverkehrsstraße stehen wird. Wenn nur 100 Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen und auch wieder abholen, ist das Chaos und die starke Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit vorprogrammiert. Und nicht zuletzt ist Fakt, dass das künftige Schulgebäude ganztägig der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt ist. „Man erinnere sich nur der heurigen Sommertemperaturen, dann kann man sich leicht vorstellen, unter welchen Verhältnissen die Kinder lernen müssen. Denn Fenster wird man wegen der Verkehrslärms nicht öffnen können“, stellt WIFF-BR Ossi Turtenwald fest.

WIFF – Wir für Floridsdorf hat zuletzt mit Schreiben an die Klubobmänner (siehe unten) von SPÖ, Grüne und ÖVP neuerlich versucht, unter Hinweis auf all diese Fakten eine Rückverweisung des Umwidmungsantrages an den zuständigen Ausschuss zur neuerlichen Beratung zu erreichen.

Islam-Schule

Ossi-Turtenwald: „Wir haben sogar ein ideales Grundstück für einen Schulbau mit Anbindung an Bus, Straßenbahn und S-Bahn angeboten. Die vom Gemeinderat mehrheitlich getroffene Entscheidung lässt aus meiner Sicht nur noch den Schluß zu, dass die meisten Herrschaften im Gemeinderat den gegenständlichen Standort überhaupt noch nie gesehen haben.

Umso trauriger ist es, dass hier die Floridsdorfer Vertreter – etwa Frau Bluma oder Herr Spitzer (GR und SP-Bezirksparteisekretär) – gegen die Vernunft und vor allem gegen die Interessen des Bezirkes mit entschieden haben, statt ihre Kollegen von der ihnen durchaus bekannten Unsinnigkeit eines Schulstandortes in der Prager Straße zu überzeugen. Traurig ist letztlich auch, dass sie gegen die Interessen und Sicherheit der künftigen Schüler gehandelt haben.“

Brief-Rathausklub-SPÖ