Gemeindebau Aistgasse/Kainachgasse: Von „Behindertengerecht“ keine Spur…

Neben den skandalösen Vorfällen bei der Sanierung der denkmalgeschützten Wohnhausanlage zwischen Siemensstraße und Justgasse zählt auch der Gemeindebau Aistgasse/Kainachgasse zu den negativen „Sanierungs-Highlights“ von Wiener Wohnen. „Es handelt sich zwar um eine vor allem ob des vielen Grüns wirklich lebenswerte Anlage, bei der Sanierung wurde allerdings – wie WIFF bereits oftmals nachgewiesen hat – nicht nur gepfuscht, sondern auch ‚getarnt und getäuscht‘ „, behaupten die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald auf Grund vor Ort gemachter Erfahrungen. So wurden etwa für behindertengerechte Liftzubauten erhöhte Förderungsgelder beansprucht, obwohl von „behindertengerecht“ in Wahrheit keine Rede sein kann. „Die Lifte halten nur in den Zwischengeschoßen, Behinderte – ob mit Rollstuhl oder Rollator – müssen daher jeweils halbe Stockwerke zwischen Wohnungstür und Lift überwinden. Hier wäre eine nachträgliche Kontrolle durch die Förderungsgeber Bund und Land Wien durchaus sinnvoll“, so die beiden Bezirkspolitiker.

Aber auch die Eingangstüren zu den Stiegen sind oft „kinder- und behindertenfeindlich“, so Schimanek und Turtenwald. „Die schwergängigen Türen sind nur mit einem sogenannten Knopfgriff ausgestattet, Rollstuhl- oder Rollatorfahrer sowie junge Schulkinder sind nicht in der Lage, die Türen zu öffnen. Hier wären zur Betätigung Öffnungsstangen zielführend“. – Und auch in den Kellern drängen sich Verbesserungsmöglichkeiten auf. „Verwinkelte Bereiche könnten mit hohen Holz- oder Gitterkonstruktionen versperrt werden, um die illegale Lagerung von Sperrmüll aller Art zu verhindern. Immerhin müssen für die aufgrund von Feuerpolizeilichen Bestimmungen erforderlichen Räumungen ja alle Mieter via Betriebskosenabrechnung blechen“, so die beiden WIFF-Mandatare abschließend.

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