Gemeindebau-Anlage Amperegasse: Mieter leben seit Jahren auf Dauerbaustelle

„Obersumpfmeister“ Ludwig / SPÖ (Copyright: Beate Meinl-Reisinger, NEOS): „Bauende 2021″… – WIFF fordert für die Bewohner ob der unzähligen gravierenden Fehlleistungen eine rückwirkende Mietzinsreduktion ein.

„Wenn der Ludwig der nächste Wiener Bürgermeister wird, dann wird’s in unserer Stadt bald ’schön‘ ausschauen!“, lassen mehrere Bewohner der Gemeindebauanlage in der Jedleseer Amperegasse im Gespräch mit den beiden WIFF-Bezirksräten Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald ihrem Ärger über die Zustände in ihrer Siedlung freien Lauf.
 
Seit mehreren Jahren leben die Bewohner der Anlage auf einer Permanent-Baustelle, wobei nicht nur die Außenanlagen – je nach Wetter – einer Staubwüste oder ‚Gatschlandschaft‘ gleichen, sondern auch die Innenbereiche der einzelnen Stiegen seit Baubeginn in katastrophalem Zustand sind. „WIFF hat die Mißstände seit mehr als zwei Jahren mit Fotoserien dokumentiert zum Beweis für das Versagen der Verantwortlichen, angefangen bei Wiener Wohnen über viele beauftragte Firmen bis hin zu Wohnen-Stadtrat Ludwig selbst“, nehmen sich Schimanek und Turtenwald kein Blatt vor den Mund.
 
„Offenbar hat der SPÖ-Stadtrat aufgrund seiner langjährigen Vorbereitungen für das Besteigen des Bürgermeister-Throns längst keine Zeit mehr gehabt, sich um die wichtigsten Dinge in seinem Ressort zu kümmern. Ansonsten hätte er schon längst – nicht nur ob der Versäumnisse in der Amperegasse – mit einem ‚eisernen Besen‘ durch sein Ressort fahren müssen. Kein Wunder, dass Ludwig von NEOS-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger im ‚Kurier‘ zuletzt der Titel ‚Obersumpfrat‘ verliehen worden ist“, so die beiden Bezirkspolitiker.
 
Jüngste Peinlichkeit: Seit rund einem halben Jahr steht die große überdachte und versperrbare neue Müllinsel inmitten der Siedlung – es fehlen allerdings nach wie vor die Müllcontainer selbst… – Schimanek und Turtenwald wollen jetzt – wenn es sein muss auch über den Rechtsweg – namens der betroffenen Bewohner eine Mietzinsreduktion als zumindest teilweisen Schadenersatz erwirken. „Angesichts der geradezu hanebüchenen Beantwortung unserer gegenständlichen WIFF-Anfrage durch Ludwig rechnen wir uns da für die Mieter beste Erfolgschancen aus“, so Schimanek abschließend.
 
Fotos: Joschi Tuczai.