Gemeindebau in Großjedlersdorf: Drohende Gefahr durch offene Brandschutztüren auf Dachböden – WIFF fordert Überprüfung aller Alt-Gemeindebauten unter Teilnahme von Feuerwehrexperten.

Das stürmische Wetter brachte kürzlich im Jedlersdorfer Gemeindebau Justgasse 29 einen Mißstand zutage, der – angesichts der jüngsten Brandkatastrophe in einem Simmeringer Gemeindebau – umgehend zu Konsequenzen seitens „Wiener Wohnen“ führen müsste.

„Weil während des Sturms vom Dachboden her immer wieder lautes Scheppern zu hören und an ein Schlafen nicht zu denken war, hat mich mein alter Freund als ehemaligen Schlosser zu Hilfe gerufen und gebeten, auf dem Dachboden nach dem Rechten zu sehen. Denn die Dachböden sind für die Mieter nicht zugänglich und nur mit einem Spezialschlüssel zu öffnen. Und dann staunten wir nicht schlecht: Da standen doch glatt die drei Sicherheits-Brandschutztüren zwischen den einzelnen Stiegenhäusern sperrangelweit offen und schlugen im Wind gegen die Türrahmen“, berichtete Franz H. dem ebenfalls zur Unterstützung herbei gerufenen WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.
 
„Die Ursache war klar ersichtlich: Die Metallrahmen dürften sich seit der vor Jahren erfolgten Sanierung verzogen haben, sodass die Türen nur mit großer Kraftanstrengung zu schließen sind, was wir dann auch getan haben“, so Schimanek. Er fordert jetzt aus Sicherheitsgründen eine fachkundige Begehung der Dachböden in gleichartigen Alt-Gemeindebauten durch „Wiener Wohnen“ gemeinsam mit Experten der Feuerwehr und legt sich fest: „Etwaige Ausreden, die Dachböden seien ja nachträglich ohnehin brandschutzsicher gedämmt, sind da mit Sicherheit nicht zulässig!“