Gemeindebau Jedleseer Straße 79 – 95: Sensationeller Erfolg für die Mieter und für WIFF – Wir für Floridsdorf: Umfassende Sanierung der großen Anlage ohne Hauptmietzinserhöhung

Gemeindebau Jedleseer Straße 79 – 95: Sensationeller Erfolg für die Mieter und für WIFF – Wir für Floridsdorf. Umfassende Sanierung der großen Anlage ohne Hauptmietzinserhöhung.
Noch in diesem Frühjahr beginnt Wiener Wohnen mit der zuletzt Jahre lang immer wieder hinaus geschobenen Vollsanierung der großen Wohnhausanlage in der Jedleseer Straße 79 – 95. Das hoch Erfreuliche dabei: Diese Sanierung erfolgt – im Gegensatz zu vielen anderen Floridsdorfer  Gemeindebauten – ohne Erhöhung des Hauptmietzinses, sodass für die Mieter keinem zusätzlichen Kosten entstehen.

Jedleseerstr.79 Kopie
Zumindest verspricht das Wohnen Stadtrat Ludwig in einem „Selbstlob-Jubelflugblatt“ an jeden Haushalt der Anlage. Was der Stadtrat dabei verschweigt: Die von Wiener Wohnen ursprünglich vorgesehene § 18-Sanierung wäre nach mehreren Mieter-Einsprüchen vor Gericht niemals genehmigt worden. WIFF – Wir für Floridsdorf hatte „kampfbereite“ Mieter zuvor mit einem „Fahrplan“ nach dem Muster des Hugo Breitner-Hofes in Penzing vertraut gemacht. Dort hat der Mieterbeirat dank der akribischen Arbeit von Mieterbeiratsmitglied Gerhard Kuchta Wiener Wohnen und deren erhöhte Mietzinsforderungen sogar noch nach der Sanierung ihrer Anlage vor Gericht in die Schranken gewiesen. Und genau ein solches Desaster wollte Wiener Wohnen offenbar in der Jedleseer Straße vermeiden.

Den Mietern kann’s egal sein. „Wichtig ist für uns, dass Wiener Wohnen in die Knie gegangen ist. Denn Erhöhungen wie in vielen anderen Gemeindebauten hätte sich bei uns, wo fast ausschließlich kaum begüterte Menschen leben, wohl kaum einer leisten können. Und wenn sich der Stadtrat, der uns ja vorher schröpfen wollte, jetzt als Wohltäter selbst feiert, ist uns das schnurzegal. Wir wissen, wer für uns gekämpft hat. Hauptsache ist, dass wir keinen höheren Zins zahlen müssen!“, so ein streitbarer Mieter aus der Anlage.

Hier das Sanierungsvorhaben im Einzelnen:
Wärmedämmung der gesamten Fassaden, der Dachböden und Keller •  Einbau von Holz/Alu-Wärmeschutzfenstern • Erneuerung der Dachdeckung • Errichtung von zentralen Montageplätzen für SAT-TV-Anlagen • Erneuerung der Haus- und Wohnungstüren • Reparatur bzw. Neuinstallation von Gegensprechanlagen • Reparatur der Balkone und Loggien • Ins
tandsetzung der Waschküchen • Dachgeschoßausbau mit neuen Wohnungen •  Neubau von 70 Aufzügen bzw. Nachrüstung der 28 bestehenden Aufzüge • Instandsetzung der Außen-/Grünanlagen • Einbau von Müllräumen, Kinderwagen- und Radabstellplätzen • Bau von barrierefreien Hauszugängen • Erneuerung der Stromleitungen  • Instandsetzung bzw. teilweise Neuherstellung des Hauskanals.

Zwei abschließende Fragen an Wohnen-Stadtrat Ludwig:
Warum stehen in der Anlage seit Jahren bis zu 180 Wohnungen leer?
Wer trug bzw. trägt die Kosten für diese Leerstehungen?