Gemeindebau Justgasse: „Rote Schildbürger“ führen eigene Stadträtin Gaal aufs „Glatteis“…

Eigentlich handelt es sich hier nur um eine echte Kleinigkeit: Um sich beim Zu-und Abgang zum bzw. vom Parkplatz der Anlage die derzeit erforderliche Umrundung eines gesamten Wohnblocks mit drei Stiegen zu ersparen, wünschen sich die Bewohner der Gemeindebauanlage Justgasse 29, Bereich der Stiegen 22–43 / 34 – 39 (dieses Hinweisschild/siehe Foto bedarf wohl einer „Überarbeitung“…) mit angemietetem Parkplatz, von „Wiener Wohnen“ seit Jahren einen kleinen Übergang vom Fußweg zum Parkplatz.

Ein diesbezüglicher WIFF-Antrag wurde von der zuständigen Wohnen-Stadträtin Gaal allerdings umgehend abgelehnt. Die Begründung u. a.: Ein gewünschte Rampe würde die Müllentsorgung der MA 48 behindern. Was bei den beiden WIFF-Bezirksräten Ossi Turtenwald und Hans Jörg Schimanek wiederum ungläubiges Kopfschütteln auslöste: „Offenbar haben die Adlaten der Frau Stadträtin ihre Chefin hier völlig falsch informiert. Eine Zufahrt von Müllautos ist bei diesem Häuserzugang angesichts der dortigen Betonsteher gar nicht möglich, für den händischen Transport von Müllcontainern wäre der Weg trotz Rampe allemal breit genug“ (siehe Fotos).
 
Trotz dieser stadträtlichen Absage freuten sich die Betroffenen letztlich aber auch über eine unvorhergesehene „kleinere“ Lösung des Zugangproblems, hatte sich doch nach vielen Wartemonaten kürzlich eine beauftragte Gartenbaufirma vor Ort eingefunden, um entlang des Parkplatzes auf einem durch notwendige Grabungsarbeiten zerstörten vormaligen Grünstreifen wieder Sträucher zu setzen. „Die Arbeiter haben das Problem sofort erkannt und – um künftig ein ‚wildes‘ Durchgehen durch die Sträucher in oder aus Richtung Parkplatz zu vermeiden – in Form von zwei Steinplatten einen kleinen Übergang geschaffen“, berichtet WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald nach seinem kürzlichen Lokalaugenschein während der Arbeiten.
 
Doch die Bewohner haben sich über die sinnvolle Lösung leider zu früh gefreut: Vor wenigen Tagen rückte über amtlichen Auftrag neuerlich ein Arbeitstrupp aus und zerstörte den vor kurzem fachlich ordnungsgemäß errichteten Übergang. „Kein Wunder, dass die von den Anrainern ob dieser Unsinnsaktion benutzten Attribute wie „Idioten“ gegenüber manch anderen verwendeten Beschimpfungen noch als Belobigung zu bezeichnen waren“, ärgert sich auch Turtenwald.
 
„Leider haben wir von WIFF nicht mit der offensichtlichen Missgunst mancher Floridsdorfer SPÖ-Granden gerechnet und hätten uns besser nicht öffentlich via soziale Medien für die Errichtung des Überganges bedanken dürfen. Aber vielleicht ruft jetzt Stadträtin Gaal ihre Parteifreunde einmal deutlich zur Ordnung und erinnert sie, wofür sie zu arbeiten haben: Ausschließlich für die Floridsdorfer und Wiener Bevölkerung“…–
Fotos: Franz Hödl.