Gemeindebau Ruthnergasse 65 – 60: Schildbürgerstreich auf Kosten der Mieter

„Von wegen: Es hat keine Versäumnisse gegeben“ üben die Bewohner zweier Stiegen im Gemeindebau Ruthnergasse 56 – 60 Kritik an der jüngsten Aussage von Wohnen-Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Chef Ludwig in Zusammenhang mit den kürzlich aufgedeckten Korruptionsskandal um Wiener Wohnen.

Sie verweisen auf die „unsinnige Geldvernichtung auf Kosten von uns Gemeindemietern“ und präsentierten WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald auf ihren beiden Stiegen einen „Schildbürgerstreich der Sonderklasse“. Dort wurden im Zuge der Sanierung der Anlage auf den Gängen in jedem Stockwerk die Lichtschalter auch für Rollstuhlfahrer erreichbar etwa einen Meter tiefer installiert. „Grundsätzlich wäre das ja zu begrüßen.

Wenn man aber bedenkt, dass auf diesen Stiegen gar keine an den Rollstuhl gefesselte Personen wohnen können, weil ja die im Zuge der Haussanierung neu errichteten Aufzüge nur in den Halbstöcken halten und ein Rollstuhlfahrer erst zehn Stufen bewältigen müsste, um vom Aufzug zu seiner Wohnung oder umgekehrt zu gelangen, kann man nur noch von einem groben Versäumnis auf Kosten aller Mieter sprechen. Denn diese müssen solche und ähnliche Schnapsideen zwangsweise finanzieren. Dass auf den Gängen auch kein automatisches ‚Minutenlicht‘ installiert worden ist und daher das Licht oft die ganze Nacht brennt, sei nur nebenbei erwähnt“, so Turtenwald auch an die Adresse des SPÖ-Wohnen-Stadtrates.