Gemeindewohnhausanlage Aistgasse/Kainachgasse:  „Gelten nach Generalsanierung keine Haus- und Hofregeln mehr?“

Seit der große Gemeindebau Aistgasse/Kainachgasse in der Nordrandsiedlung generalsaniert wurde und seither „leer gewordene Wohnungen“ – so alteingesessene Bewohner –  „fast ausschließlich an sogenannte Neu-Österreicher vergeben werden, scheinen die seit Jahrzehnten geltenden Haus- und Hofregeln keine Gültigkeit mehr zu haben“. Die „Ur“-Bewohner kritisieren, dass es in der gesamten Anlage kaum noch ein grünes Fleckerl gibt, auf dem nicht Ball gespielt und herumgetollt wird, obwohl jeweils kaum 100 Meter von den Häusern entfernt ein Spielplatz vorhanden ist.  „Dadurch gibt es in der ganzen Anlage keine Ruhe mehr und Pensionisten finden keinen Platz, um sich zu einem ruhigen Plausch zusammen zu setzen. Auch die Zahl unbeaufsichtigt in den Grünflächen umhertollender Hunde wird immer größer“, kritisiert ein Beschwerdeführer im WIFF-Gespräch die Zustände und die Untätigkeit von Wiener Wohnen.

Aistgasse-Lärm1 WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald kennt derartige Fälle auch aufgrund zahlreicher Beschwerden aus anderen Gemeindebauten: „Wiener Wohnen begnügt sich offenbar mehr oder weniger mit der – in der Abwicklung oftmals auch fragwürdigen – Sanierung älterer Wohnhausanlagen und dem Aushängen von Hausordnungen in mehreren Sprachen. Das war’s dann aber auch schon. Speziell in Anlagen mit hohem Migrationsanteil wären laufende Kontrollen und bei Verstößen auch spürbare Sanktionen dringend erforderlich, will man ansonsten schon in absehbarer Zeit erforderliche teure Sanierungen erst jüngst erfolgter Sanierungen vermeiden. Alibikontrollen, wie derzeit praktiziert, führen hier mit Sicherheit zu keinen positiven Ergebnissen“, so der WIFF-Bezirkspolitiker.

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