Gerasdorfer Straße/Grellgasse: Die ersten 40 Asylwerber sind bereits in  das ehemalige OMV-Gebäude eingezogen

Info-Veranstaltung des Bezirksvorstehers nur für Anrainervertreter des Standortses Siemensstraße…

Heimlich, still und leise – sozusagen hinter den seitens der Bezirksvorstehung völlig uninformierten Anrainerfamilien – haben gestern die ersten Asylwerber ihre Unterkünfte in dem ehemaligen OMV-Gebäude an der Gerasdorfer Straße / Ecke Grellgasse bezogen. Bei den Bewohnern der umliegenden Siedlungen und der neuen Eigentums- und Genossenschaftsbauten herrscht darob helle Empörung.
„Wenn sich BV Papai ausredet, er habe von diesem Projekt erst jüngst erfahren, erscheint dies nachgerade lachhaft. Da nützt auch die Verteidigungsrede des Wiener Flüchtlingskoordinators Hacker nichts, der meint, der Bezirksvorsteher hätte keine Möglichkeit, die Unterbringung von Asylwerbern im Bezirk zu verhindern. Ein Bezirksvorsteher hat erstens das Recht, von solchen Vorhaben umgehend informiert zu werden. Zweitens hat ein Bezirksvorsteher auch die Pflicht, die Interessen der Bevölkerung zu vertreten und sich gegen die Unterbringung zu vieler Asylwerber in seinem Bezirks zur Wehr zu setzen“, sind die Bezirksräte Hans Jörg Schimanek, Ossi Turtenwald und Jasmin Turtenwald überzeugt. Papai sei aber auch seiner Informationspflicht gegenüber der Bevölkerung und den übrigen Fraktionen im Bezirksparlament nicht nachgekommen. „Hätte WIFF nicht das Vorhaben in der Siemensstraße öffentlich gemacht, wäre es wohl nie zu der Informationsveranstaltung Papais (21. Jänner, 19 Uhr, „BewohnerInnenzentrum“ Ruthnergasse 56 – 60) gekommen, zu dem der Bezirksvorsteher allerdings ohnehin nur die offiziellen und der SPÖ großteils sehr zugetanen ‚Mietervertreter‘ der umliegenden Bauten und Siedlungen eingeladen hat. Obwohl er von diesem Projekt nach eigenen Aussagen bereits im Dezember 2015 gewusst hat“, so die WIFF-Mandatare. „Eine Information der Anrainer in der Gerasdorfer Straße hingegen scheint Papai offenbar nicht wichtig genug zu sein!“
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Zusätzliche Kritik kommt von WIFF auch an der Vorgangsweise der Stadt Wien. „Es ist nicht akzeptabel, dass Wien und speziell Floridsdorf zum absoluten Asylwerber-Hotspot werden, während andere Bundesländer sich bisher erfolgreich gegen die ihnen zugedacht Quartierquote zur Wehr setzen. Auch sollte Österreich die Rechnung für die explodierenden Kosten nach Brüssel delegieren. Denn die EU wurde schon vor Jahren von diversen Geheimdiensten über eine bevorstehende Völkerwanderung informiert, ohne daraufhin auch nur eine einzige Gegenmaßnahme zu setzen bzw. die jetzt betroffenen Mitgliedsstaaten zu informieren“, so WIFF-Landesparteiobmann Hans Jörg Schimanek.