Gestohlene Einkaufswagerln der Lebensmittelketten werden immer mehr zum Problem: Stadträtin Sima&MA 48 erhöhen Tarif für das Einsammeln um satte 70%

 

Zur Kasse gebeten werden letztlich alle Kunden von Billa&Merkur&Hofer&Spar usw. – WIFF fordert gezielte Einsatzaktionen der städtischen „Waste Watcher“ .

Immer häufiger sieht man in Wien leere Einkaufswagerln der diversen Lebensmittelketten „in der Landschaft“ umherstehen und die Verursacher dürften sich nicht darüber im Klaren sein, dass es sich laut Strafgesetzbuch schlicht und einfach um Diebstahl handelt, verlässt man das Gelände des jeweiligen Supermarktes mit einem solchen Wagerl. Da sich die Zahl dieser Straftaten – und darum handelt es sich nun einmal in jedem einzelnen Fall – in den letzten Jahren rapid erhöht hat, erfordert das Einsammeln seitens der MA 48 und der von den Ketten engagierten Kleintransporteure einen immer höheren Arbeitsaufwand. Statt jedoch gezielte Strafgeld-Aktionen der Waste Watcher gegen die Wagerl-Diebe anzuordnen, haben Umweltstadträtin Sima und ihr Mann, Chef der MA 48, zuletzt kurzerhand die Abholgebühr für von den Magistratsmitarbeitern eingesammelte Wagerln um satte 70 Prozent erhöht. Statt früher € 3,20 müssen die Lebensmittelketten beim Abholen der Wagerln vom Sammelplatz der MA 48 nunmehr € 5,50 bezahlen. Dazu kommen dann noch die Kosten für die mit der Abholung beauftragten Kleinstransporteure.
„Diese Kosten müssen aber wohl oder übel alle Kunden der Supermärkte  tragen, denn die Ketten kalkulieren die Strafgelder an den Magistrat mit Sicherheit bei den Preisen für ihre Podukte ein“, ist WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek überzeugt. Er fordert Stadträtin Sima auf, in den Bereichen um Lebensmittelsupermärkte regelmäßige Schwerpunktaktionen der städtischen Ordnungshüter, auch Waste Watcher genannt, anzuordnen. „Nur durch empfindliche Strafen und im Bedarfsfall mit Strafanzeigen wegen Diebstahls sind solche überhand nehmende Praktiken einzudämmen. Aber auch die Lebensmittelketten selbst sind gefordert und sollten zumindest auf Zeit firmeninterne Schwerpunktaktionen gegen Wagerldiebe setzen“, so Schimanek abschließend.
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Alle Fotos: Gerhard Doppler