GFS: Gas-Dichtheitsüberprüfung hat Nachspiel – Kripo ermittelt wegen Gemeingefährdung – Gasgerät und defektes Ventil beschlagnahmt.

Nachdem Bewohner des Gemeindebaues in der Herzmanovsky Orlando-Gasse 1 – 13 in der Großfeldsiedlung nur knapp an einer gewaltigen Gasexplosion vorbeigeschrammt sind, ermittelt neben dem Wiener Gaswerk auch die Kriminalpolizei (Abteilung Brand- und Explosionsermittlung) und hat die Corpora Delicti – einen Durchlauferhitzer und das dazugehörige und offensichtlich schadhafte Ventil (Kückenhahn) sicher gestellt.

Wie WIFF berichtete, hatte sich nach einer „wiederkehrenden Dichtheitsprüfung“ der Gasleitungen des Gemeindebaues durch die Floridsdorfer Firma Sanfix in einer Wohnung aus einem offensichtlich zuvor überprüften Ventil unterhalb eines Durchlauferhitzers ausströmendes Gas an der aktivierten Zündflame entzündet.
 
„Hätte die Bewohnerin Anita A., die nach der Vollzugsmeldung des Sanfix-Mitarbeiters gemeinsam mit diesem gegen 10 Uhr die Wohnung verließ und erst gegen 18 Uhr wieder nach Hause kam, vor dem Weggehen nicht die Zündflamme aktiviert, wäre es bei der Heimkehr und der Betätigung des Lichtschalters zur Katastrophe gekommen“, erinnert WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek, der auch von den vor Ort im Einsatz gewesenen Männern der Feuerwehr, des Gaswerks und auch von Wiener Wohnen mit der Feststellung bestätigt wurde: „Da haben die Hausbewohner aber einen ganzen Schwarm von Schutzengeln gehabt!“.
 
Für Schimanek ein klarer Fall: „Nach dem Endergebnis der kriminalpolizeilichen Erhebungen muss es auch seitens Wiener Wohnen Sanktionen geben, damit ähnliche Fälle künftig tunlichst vermieden werden können!“