GFS-Gemeindebau: Mobilfunkanlage direkt unter Wohn- und Schlafräumen – Bewohner fürchten um Sicherheit und Gesundheit

Im achtstöckigen Gemeindebau in der Großfeldsiedlung, Pastorstraße 5, wird derzeit auf dem Flachdach eine Mobilfunkanlage durch ein neues, an Gewicht deutlich schwereres, Modell ersetzt. „Und das genau über unserer Wohnung, deren Flachdach-Betondecke lediglich 15 Zentimeter dick ist!“, zeigen sich Robert und Lisa T. im Gespräch mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek „zutiefst entsetzt“.

Informiert worden seien die Hausbewohner laut Aussage lediglich durch ein ‚Wiener Wohnen’-Flugblatt, „wir hatten keinerlei Möglichkeit, unsere Einwendungen darzulegen. Unser Hinweis, dass man ein solch schweres Konstrukt doch nicht auf eine nur 15 Zentimeter starke Decke montieren dürfe, wurde von einem Mitarbeiter lediglich mit den Worten quittiert: „Gut, dass Sie uns das sagen, dann dürfen wir die Betondecke nur 13 Zentimeter anbohren“, so Robert T.
 
Für WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek ist hier vor allem die Vorgangsweise von ‚Wiener Wohnen‘ zu hinterfragen. Bei solchen Vorhaben dürfen vor allem direkt betroffene Mieter nicht einfach mit einem Flugblatt nach dem Motto „Friss Vogel!“ abgespeist werden. Noch dazu, da bei ‚Wiener Wohnen‘ längst bekannt ist, dass bereits die zu ersetzende alte Anlage im Laufe der Jahre für die darunter wohnenden Mieter bei heftigem Wind eine stets deutlicher wahrnehmbare Lärmbelästigung auslöst.
 
Schimanek abschließend: „Ich selbst bin kein Statiker, die Montage einer solche Anlage samt dem schweren Equipment auf einem dünnen Flachdach darf da aber wohl doch eingehend hinterfragt werden. Unser WIFF-Vorschlag im Interesse der betroffenen Mieter: Die umgehende Beauftragung eines unabhängigen gerichtlich beeideten Sachverständigen mit der Prüfung des Gesamtprojektes“.