GFS: Sturmschadensanierung lässt warten – Teures Gerüst steht seit Monaten unbenutzt – WIFF: „Wir werden bei der Kostenabrechnung genau darauf achten, dass die Gemeindemieter nicht zum Handkuss kommen und fordern für die Betroffenen eine Zinsreduktion!“

Die Bewohner der Eckstiege im Gemeindebau Oswald Redlich-Straße / Herzmanovsky Orlando-Gasse fühlen sich von Wiener Wohnen im Stich gelassen. Schon zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate sehen sie sich mit der Sanierung ihrer Hausfassade konfrontiert. Denn weil die Sanierung der vorherigen ‚Sanierung‘ der nach einem Sturm im Vorjahr komplett zerstörten Hausfassade bis hinauf zum letzten Stock nach wie vor auf sich warten lässt, blicken sie seit Monaten aus ihren Fenstern erneut direkt auf ein Baugerüst und dessen Ummantelung. Die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald sehen wegen einer klaren Einschränkung der Lebensqualität den eindeutigen Grund für eine Reduzierung der Miete auf Zeit.

„Wir fordern daher Wiener Wohnen auf, hier von sich aus tätig zu werden! Zudem erhebt sich die Frage, wer die Kosten für das seit Monaten unbenutzte Gerüst und die Sanierung selbst bezahlen wird? Immerhin kostet eine solche Einrichtung Tag für Tag nicht gerade eine Bagatelle. Wir werden jedenfalls genau darauf achten, dass die Kosten nicht etwa über das von den Mietern finanzierte Erhaltungsbeitragskonto abgedeckt werden!“, so die beiden Bezirkspolitiker. –
 
Grundsätzlich müsste für die Sanierung ja jene Firma aufkommen, die für die ursprüngliche Fassadensanierung verantwortlich zeichnet. Denn hätte es sich dabei um fachgerechte Arbeit gehandelt, hätte der Sturm der Fassade keinesfalls etwas anhaben können. „Die Frage ist nur, ob von der Verursacherfirma noch etwas zu holen ist!?“, so Schimanek und Turtenwald abschließend.