GÖD-„Saustall“ in der Prager Straße: Gewerkschaft lässt Baugrundstück verkommen

Ecke Prager Straße / Hopfengasse: Gewerkschaft Öffentlicher Dienst lässt angekauftes Baugrundstück zu einer Mülldeponie und Rattenburg verkommen.
Vor Jahren hat die Gemeinnützige Wohnbaugesellschaft der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (Gewerkschaftsboss ist der ehemalige ÖVP-Abgeordnete und 2. Präsident des Nationalrates) das Areal Ecke Prager Straße / Hopfengasse in Jedlesee angekauft. Das dort noch stehende Geburtshaus des einstigen Floridsdorfer Bezirksvorstehers, Wiener Bürgermeisters und Bundespräsidenten Franz Jonas soll geschleift werden.

Auf dem Baugrund sollen 83 geförderte Wohnungen samt Tiefgarage errichtet werden. Doch trotz mehrfacher medialer Kritik  lässt die GÖD das Grundstücke zu einer illegalen Mülldeponie und Rattenburg verkommen. Und die Floridsdorfer Bezirksspitzte sowie Umweltstadträtin Sima schauen tatenlos zu…

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Der gegenwärtige Zustand der Liegenschaft dürfte sich auch nicht so bald ändern. Denn anlässlich der jüngsten Bauverhandlung wurde festgestellt, dass der Untergrund durch den gestiegenen Grundwasserspiegel stark „verfeuchtet“ ist. Der Besitzer des Anrainerhauses hat sich daher gegen die Errichtung der vom Gesetz bei solchen Wohnbauten vorgeschriebenen Tiefgarage ausgesprochen. Es bestehe die Gefahr, dass beim Aushub des Bodens die Feuermauer seines Hauses abrutschen könnte. Diese Befürchtung wird auch von einem Sachverständigen geteilt.
Da die Ausführung einer Tiefgarage in Form der offenbar erforderlichen wasserdichten Wanne sehr hohe Kosten verursachen würde,
könnte sich dies auf die Baukosten möglicherweise derart auswirken, dass eine Wohnbauförderung wegen Kostenüberschreitung verweigert wird. Und ob an dieser Adresse – an einer stark frequentierten Aus- und Einfallsstraße  – frei finanzierte, teure Wohnungen an den Mann oder an die Frau gebracht werden können, ist mehr als fraglich.
Bemerkenswert: Bei der Bauverhandlung war kein einziger Vertreter der GÖD-Wohnbaugesellschaft anwesend…Gewerkschaft