Großbaustelle „Siemensäcker“: Nach Staub folgt Lärm – Anrainer-Empörung über Baustellenbetrieb von 5 Uhr früh bis Mitternacht.

Die Bewohner der unmittelbar an die in ihrer Höhengestaltung heftig umstrittene Großbaustelle „Siemensäcker“ angrenzenden schmucken Wohnsiedlung „Wolfsgrube“ verstehen „die Welt und die Behörden nicht mehr“. Zu den bei trockenem Wetter von der Baustelle ausgelösten Staubwolken kommt laut Anrainern seit kurzem auch nächtlicher Baustellenlärm.

„Die Baustelle wird zeitweise von 5 Uh früh bis gegen Mitternacht betrieben. Geruhsame Abende auf unseren Terrassen können wir uns abschminken und das Schlafen bei offenem Fenster ist ebenfalls unmöglich. Auch Anzeigen wegen Lärmbelästigung bringen nichts. Laut Polizei müsse erst geprüft werden, ob die Baufirmen nicht über behördliche Ausnahmegenehmigungen für ihre lautstarke Nachtarbeit verfügen“, so Bürgerinitiative-Sprecher Helmut Sommerer zu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek. Zugleich wehrt sich die „Bürgerinitiative Siemensäcker“ vehement, von Bauträgern und Behörden als ‚Verhinderer‘ des großen Wohnbauprojektes diffamiert zu werden.
„Wir haben nichts gegen die Verbauung der ‚Siemensäcker‘, wir wehren uns lediglich gegen die neben mehreren Wohnblocks in ‚Normalhöhe‘ vorgesehenen 35 Meter hohen Wohntürme. Und dass wir uns zur Erreichung dieses Zieles auch die Anrufung der Gerichte betreffend die bisher seitens des Bauträgers ‚Sozialbau‘ und der Wiener Umweltbehörde vehement verweigerte Umweltverträglichkeitsprüfung nicht nehmen lassen, erachten die knapp hundert Mitglieder unserer Bürgerinitiative als direkt Betroffene als ihr demokratisches Recht!“, stellt Sommerer abschließend fest.
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