Großfeldsiedlung: Fernheizwerk-Ruine weicht HOFER-Supermarkt – Rechnungshofbericht bestätigt: Gemeinde Wien ließ das wertvolle Areal 10 Jahre lang brach liegen.

Der Schein trügt (siehe Fotos): Es ist nicht der letzte Rauch, der aus dem ehemaligen Fernheizwerk in der Großfeldsiedlung quillt – es sind nur die Wolken… Bereits im Jahr 1983 wurde der Betrieb eingestellt, Gebäudeteile wurden weiter als Büros und Teilelager genutzt und auch eine Umformerstation wurde betrieben. Ab 2006 wurde das gesamte Areal von der Fernwärme Wien nicht mehr genutzt und ging ab August 2007 wieder in die Verwaltung der Magistratsabteilung 69 über. Seither mussten namhafte Summen aus dem Steuertopf etwa für die Absicherung des rissigen Schornsteins oder die regelmäßig auftretenden Schäden an den Einfriedungen investiert werden, zumal immer wieder Jugendliche und Kinder auf dem Gelände angetroffen worden waren (siehe Kontrollamtsbericht im Anhang). – Jetzt ist der spektakuläre Abbruch des Fernheizwerkes (siehe Fotos) in vollem Gang, auf dem Areal wird danach eine HOFER-Filiale als Nahversorger für die Großfeldsiedlung/Umgebung errichtet.

Der Kotrollamtsbericht – zum lesen hier klicken!

Für WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek kommen die Aktivitäten der Gemeinde Wien um viele Jahre zu spät. „Kein Wunder, dass die Verschuldung der rot&grün verwalteten Stadt tagtäglich steigt, wenn man es sich leistet, ein derart wertvolles und im Falle eines Verkaufs oder einer Vermietung überaus einträgliches Areal zehn Jahre lang brach liegen zu lassen. Schade nur, dass es unserer kleinen Bezirkspartei WIFF – Wir für Floridsdorf bedarf, dieses Paradebeispiel von kommunalem Politversagen öffentlich zu machen. Hier wäre zumindest die Opposition im Wiener Gemeinderat aufgerufen, aktiv zu werden!“, so der WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.
Fotos: Joschi Tuczai, Walter Schober, Gerhard Doppler.