Großjedlersdorf: Nach Anzeige ist Großwohnprojekt Gerasdorfer Straße/Baumergasse jetzt „ein Fall für den Staatsanwalt“.

Spätestens seit auf dem Areal Ecke Gerasdorfer Straße/Baumergasse die ersten Baufahrzeuge im Einsatz sind, scheint sich über dem dort tätigen Bauträger ARWAG Ungemach auszubreiten. Fachkundige Gegner des im unmittelbaren Nahbereich der bestehenden Schutzzone geplanten Großwohnbauprojektes haben nach Nichtberücksichtigung ihrer Einwendungen jetzt eine fachlich ausgefeilte Sachverhaltsdarstellung (liegt WIFF vollinhaltlich vor) an die Korruptionsstaatsanwaltschaft übermittelt.

Hauptkritikpunkte: Die dem „roten“ Spektrum zuzurechnende Genossenschaft ARWAG habe in einer ausgewiesen kleinteiligen Schutzzone neun kleinere Grundstück erworben und wolle den Bereich mit zwei großformatigen Wohnblöcken entgegen die bestehenden Widmungen und ohne Berücksichtigung der Schutzzone an der Front Baumergasse verbauen. Neben vier gemäß §69 der Wiener Bauordnung vom Floridsdorfer Bauausschuss genehmigten Überschreitungen gebe es laut Anzeiger auch 25 ungenehmigte Überschreitungen. Unterstützt werde das Projekt nach Meinung der/des Anzeiger(-s) durch Bezirkspolitiker, „weisungsgebunde Beamte sowie unrichtige und falsche Gutachten der MA 37 (Baubehörde) und MA 21 (Flächenwidmung)“.
 
„Eine spannende Angelegenheit, denn bei dieser fachlich ausgefeilten 18-seitigen Sachverhaltsdarstellung handelt es sich mit Sicherheit um die Arbeit eines oder mehrerer Experten“, ist WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek überzeugt. Er erhofft sich seitens der Staatsanwaltschaft Aufklärung darüber, ob im gegenständlichen Fall – entgegen die Behauptung der/des Anzeiger(-s) – im Floridsdorfer Bauausschuss alles „mit rechten Dingen“ zugegangen ist. – Fotos: Franz Hödl.