„Haltet den Dieb“-Geschrei, obwohl selbst Täter… – WIFF weist nach: „Mietenwucher“ in Wien SP-hausgemacht.

Seit dem Rausschmiss der SPÖ aus der Regierungsverantwortung gefallen sich vor allem die Wiener Genossen als Populisten der Sonderklasse. Vor allem die Kampagne gegen den „Mietenwucher“ beweist, dass man keine Scheu hat, die Wiener Bevölkerung für dumm zu verkaufen.

Richtig ist, dass die „Mieten“ – das ist in den Augen der Betroffenen die allmonatliche vorgeschriebene Gesamtsumme inklusive Betriebskosten – in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Was die SPÖ aber vorsorglich verschweigt ist die Tatsache, dass ein Großteil dieser Erhöhungen den unfassbaren Gebührensteigerungen durch die rot&grüne Rathauskoalition zu „verdanken“ ist. – „Wiener Müllgebühren steigen um ein Viertel“ titelte einst der „Standard“ .
Und 2015 folgte die nächste Hiobsbotschaft: „Gebührenwucher bei Müll&Kanal – Erhöhung um 33%“ schrieb damals u. a. auch die „Floridsdorfer Bezirkszeitung“. All diese Erhöhungen bei Müll, Kanal, Wasser etc. werden letztlich auf die Bewohner der Stadt – egal ob sie in Gemeindebauten oder privaten Miet-, Genossenschafts- oder Eigentumswohnungen leben, übergewälzt. Wenig erstaunlich daher, dass zum Beispiel in dem von der GESIBA verwalteten neuen Genossenschaftsbau Rudolf Virchow-Straße 14 die Wohnkosten seit dem Bezug vor etwa drei Jahren bereits sechsmal angehoben wurden. –
Die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald sind bei ihrer Ursachenerkundung aber auch noch anderweitig fündig geworden. „Die roten ‚Mietenwucher – mit uns nicht‘-Plakatierer haben offenbar ‚vergessen‘, dass die nunmehr von ihnen kritisierte und jedes zweite Jahr vorgesehene Anpassung der Richtwerte unter der Regierung ihres damaligen Bundeskanzlers Gusenbauer (ab 1. April 2008/Anm.) rechtskräftig wurde. Und ebenso ‚vergessen‘ haben dürfte die SPÖ, dass die vorige rot&schwarze Bundesregierung zur Entlastung der betroffenen Bürger diese Richtwertanpassung zwei Perioden ausgesetzt hat. Die von der SPÖ jetzt so lautstark kritisierten ‚gestiegenen Mieten‘ haben ihre Ursachen daher größtenteils in den von der Wiener Stadtregierung verordneten massiven Gebührenerhöhungen“ so die beiden Bezirkspolitiker. Sie fordern vor allem vom neuen Wiener SPÖ-Obmann Ludwig, künftig auf Nebelgranaten wie „Mietenwucher – mit uns nicht“ zu verzichten, künftig besser bei der Wahrheit zu bleiben und der Bevölkerung einfach reinen Wein einzuschenken.