Hans Jörg Schimanek (WIFF): Ergänzungen zum Kronenzeitung-Bericht über Lehrlingsabschiebungen.

„Nachdem Innenpolitik-Redakteurin Mag. Doris Vettermann in der Kronenzeitung vom 13. August, Seite 2,   in ihrem Bericht über nicht asylberechtigte Jugendliche in Lehrausbildung den Anschein erweckt hat, ich sei ohne jede Bedingung für ein Bleiberecht bis zum Ende der Lehrzeit, möchte ich hier meine gesamten, an Frau Mag. Vettermann übermittelten, Vorschläge darlegen:

1.: Grundsätzlich sollen Asylwerber künftig erst nach einem positiven Bleibebescheid eine Berufsausbildung starten dürfen.
2.: Für bereits in Lehrausbildung stehende Jugendliche mit negativem Asylbescheid soll auf eigenen Wunsch und bei Zustimmung der Eltern der Abschiebebescheid bis zum Ende der Lehrzeit ausgesetzt werden. Dies soll ausschließlich für den Lehrling selbst, nicht aber für dessen Familienmitglieder gelten.
3.: Solche Lehrlinge könnten in Lehrlingseinrichtungen oder auch bei Gastfamilien untergebracht werden.
4.: Mit einer Berufsausbildung könnte der Jugendliche dann in seiner Heimat sehr leicht eine Existenz aufbauen, damit seiner Familie helfen und auch seinem Heimatland dienen.
5.: Einer solche Regelung würde eine aktive und zielgerichtete Entwicklungshilfe Österreichs bedeuten – die entstehenden Ausbildungskosten könnten überdies von den jährlich von Österreich zu entrichtenden Entwicklungshilfe-Beiträgen in Abzug gebracht werden“.