Hartnäckigkeit der WIFF-Bezirksräte führte zum Erfolg: Überflüssige Ladezone in der Schloßhoferstraße wurde endlich entfernt

„Hartnäckigkeit macht sich bezahlt. Die unsinnige Ladezone in der Schloßhoferstraße ist endlich Geschichte“, freuen sich die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. „Eigentlich erinnert der Fall an die Schildbürger aus den Märchenbüchern. Daher wollen wir ihn der interessierten Öffentlichkeit auch nicht vorenthalten“.Hier die Chronologie:

1. Nach Schließung der Post in der Scheffelstraße übernahm das in der Schloßhoferstraße, Ecke Bentheimgasse, angesiedelte Reisebüro Haindl für den Bereich Donaufeld eine Postpartnerstelle und erhielt daher die damals durchaus erforderliche Ladezone.
2. Im Juli 2014 wurde die Postpartnerstelle wegen zu geringen Umsätzen geschlossen, die Ladezone blieb jedoch. Sehr zum Ärger der infolge der tägliche Parkplatzsuche geplagten Anrainer. Zwei Bürger  wandten sich daher um Abhilfe  an WIFF.
3. Nach mehreren vergeblichen Versuchen, die nunmehr völlig überflüssige Ladezone vom Magistrat entfernen zu lassen, entschlossen sich die beiden WIFF-Bezirksräte, die Sache im Jänner 2015 – also mehr als fünf Monate nach Schließung der Postpartnerstelle – selbst in die Hand zu nehmen. Und zwar mittels einfacher Müllsäcke, die kurzerhand über die Verkehrstafeln gestülpt wurden.
4. Es dauerte  allerdings nur wenige Stunden, ehe die Abdeckungen mit Zustimmung des Magistrats wieder entfernt waren.  Und so manche Anrainer auf der Suche nach Parkplätzen wieder ihre Runden drehen mussten. Denn wer sich in die Ladezone stellte, wurde vom Reisebüroinhaber umgehend angezeigt bzw. es wurde sogar abgeschleppt.
5. WIFF brachte daher in der Sitzung der Bezirksvertretung am 11. Februar 2015 einen Antrag auf Entfernung der unsinnigen Ladezone ein. Was nach einer Verkehrsverhandlung vor Ort dann von allen anderen Fraktionen, von der Wirtschaftskammer und dem Magistrat abgelehnt wurde. Denn der Reisebüroinhaber – offenbar mit besten Beziehungen – hatte die Verhandlungsteilnehmer davon überzeugt, die Ladezone unbedingt zu benötigen. „Für die zweimalige Anlieferung von Prospekten pro Jahr und ein angeblich vor der Eröffnung stehendes Lederwarengeschäft, von dem auch heute noch keine Spur zu sehen ist“, so Hans Jörg Schimanek, der sich gemeinsam mit Ossi Turtenwald von anderen Fraktionen und der Wirtschaftskammer sogar vorwerfen lassen musste, „wirtschaftsfeindlich“ zu agieren. Immerhin wurde bei der Ortsverhandlung aber vereinbart, dass seitens des Reisebüros bis Sommer Lieferscheine zum Beweis dafür vorzulegen seien, wie oft die Ladezone tatsächlich benötigt werde.
6. Nachdem sich allerdings bis Anfang September nichts gerührt hatte, brachte WIFF in der Sitzung der Bezirksvertretung am 16. September 2015 einen neuerlichen Antrag auf Entfernung der Ladezone ein.
7. Jetzt – im November – war es aber dann doch so weit: Die Ladezone wurde nach einer neuerlichen Verkehrsverhandlung ersatzlos entfernt.

„Wir wollen mit dieser detaillierten Schilderung der Geschichte um eine überflüssige, aber bis vor kurzem dennoch vorhanden gewesene, Ladezone niemand nerven. Es soll nur gezeigt werden, wie schwer es oftmals ist, gegen politische Windmühlen anzukämpfen. Denn Logik zählt einfach dann sehr oft nicht, wenn Ideen und Aktionen von der Opposition kommen wie in diesem Fall von WIFF“, so Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald abschließend.

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HV-Schloßh.2-Kopie2 Foto 1 und 2:  Verdecken der unsinnigen Verkehrstafeln
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WIFF-Anträge auf Entfernung der LadezoneHV-Schloßh.-Kopie

Letztes Foto:  Es war einmal – die Ladezone wurde jetzt – im November – ersatzlos entfernt.

Alle Fotos Joschi Tuczai.