Hermann Nitsch: Posthume Huldigungen für Fäkal-„Künstler“, Tierquäler und „Meister der Blasphemie“… Ein Kommentar von Hans Jörg Schimanek.

Gott möge ihn in Frieden ruhen lassen, aber: Was mag in den Hirnen jener Leute vorgehen, die diesen Fäkal-„Künstler“, Tierquäler und übelsten Blasphemisten anlässlich seines Ablebens geradezu „in den Himmel“ heben (siehe auch Bild oben/aus „oe24″)? Einen Mann, der in den 1960er-Jahren in einem Floridsdorfer Gemeindebau-Keller in Großjedlersdorf mit Gleichgesinnten wie u. a. dem später wegen Kinderschändung zu einer hohen Gefängnisstrafe verurteilten Otto Mühl übelsten Fäkalorgien frönte. Zu dessen – Nitsch’s – „Kunstwerken“ neben seinen Blut-Schüttbildern (hier lässt sich über Geschmack von mir aus ja durchaus noch streiten) u. a. auch selbst auf Jute gefertigte und im Holzkasten zum Verkauf angebotene Collagen mit gebrauchten Damenbinden zählten.

Der mit seinem Buch und Theaterstück „Die Eroberung von Jerusalem“ (Drossel-Verlag / Berlin) der Blasphemie widerlichste Dimensionen verlieh. Und der bei seinem Orgien&Mysterien-Spektakel auf Schloß Prinzendorf regelmäßig die Würde von Mensch, Tier und Christentum unter dem Motto „Freiheit der Kunst“ mit Füßen trat.
 
Ich bin heute noch stolz darauf, 1998 dieses sogar im ORF-Fernsehen beworbene Blut-Spektakel samt Schlachtung von Stieren in meiner damaligen Funktion als für das Veranstaltungswesen in NÖ zuständiger Landesrat wegen Verstoßes gegen das Jugendschutzgesetz, das Tierschutzgesetz und wegen der übelsten Verunglimpfung christlicher Glaubensgemeinschaften untersagt zu haben.
 
Nicht zuletzt frage ich mich auch: Was mag jene kirchlichen Würdenträger dazu bewogen haben, den Lieblingsmaler von Alt-Landeshauptmann Erwin Pröll (Eigenaussage) in Form der feierlichen Einweihung und kirchlichen Segnung des ihm vom Land Niederösterreich gewidmeten und finanzierten „Nitsch-Museum“ in Mistelbach zu würdigen? – Bild unten: Kronenzeitung / Leserbriefe aus 2004 und 2007.