Hochsicherheits-Fußball auf dem FAC-Platz: BV Papai reagierte um Monate zu spät

WIFF im Namen erzürnter Anrainer und Hauseigentümer: „Danke, Herr Bezirksvorsteher…“. Schadensgutmachung bei beschmierten Hausfassaden gefordert: „Aber nicht auf Steuerzahlers Kosten!“ November 2015: Weil die Sportanlage von Austria Salzburg in der Festspielstadt den Anforderungen für Erste-Liga-Spiele nicht mehr entsprach, wurde der Klub vom FAC – gegen entsprechendes Entgelt – eingeladen, seine Heimspiele künftig in Floridsdorf auszutragen.

24. November: Rund 200 Polizeibeamte riegelten für das angesichts der amtsbekannten Fußballrowdies aus Salzburg von der Polizei als Hochsicherheitsspiel eingestufte Match Austria Salzburg gegen LASK das gesamte Grätzel rund um den FAC-Platz in der Hopfengasse hermetisch ab. Anrainer mussten Stunden lang warten, ehe sie von oder zu ihren Parkplätzen oder Garagen ab- bzw. zufahren konnten. WIFF – Wir für Floridsdorf forderte daraufhin Bezirksvorsteher Papai auf, im Interesse der Öffentlichkeit bei der ohnehin SPÖ-dominierten Klubprominenz des FAC ein künftiges Verbot für Hochsicherheitsspiele in Jedlesee einzufordern. „Die Antwort Papai’s lautete damals: Sie werden doch dem FAC nicht die Einnahmen aus der Vermietung mißgönnen!“, erinnert WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek an seinen damaligen Vorstoß bei Papai.

1. April 2016: Mit dem zweiten Hochsicherheitsspiel auf dem FAC-Platz (Austria Salzburg gegen Wacker Innsbruck) bekamen jetzt Bezirksvorsteher Papai – und damit leider auch viele Anrainer und Hausbesitzer – die Rechnung für die Ablehnung des WIFF-Ansinnens vom Vorjahr präsentiert. Erneut mussten rund 200 Polizisten das gesamte Grätzel abriegeln, für den Verkehr sperren und gegen diverse Krawallbrüder vorgehen. Und erneut konnten viele Anrainer nicht von bzw. zu ihren Wohnhäusern, Garagen und Gärten ab- bzw. zufahren.

Diesmal neu: Schmierereien von Tiroler Rowdies auf vielen Hauswänden. Dazu Bezirksrat Hans Jörg Schimanek: „Dass Papai nach den Vorkommnissen vom 1. April den Forderungen von WIFF endlich Folge leistet und gegen weitere ‚Heimspiele‘ von Austria Salzburg in Jedlesee eintritt, ist zwar erfreulich, kommt aber um Monate – und genau ein Spiel – zu spät.

Wir fordern Bezirksvorsteher Papai auf Grund seiner Fehlleistung daher auf, für die Beseitigung der durch sein Nichthandeln erst ermöglichten Schäden an den Hausfassaden rund um den FAC-Platz zu sorgen. Allerdings nicht auf Steuerzahlers Kosten!“

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