„Hoserlflattern“ bei der Wiener SPÖ vor den Oktober-Wahlen: „SPÖ Wien will Missstände stoppen und ‚echte Wiener‘ bevorzugen“

Ob das noch etwas nützen wird? Vier Monate vor der Wiener Gemeinderatswahl erkennt der Wiener Wohnen-Stadtrat und Floridsdorfer Spitzenkandidat Ludwig (SP) plötzlich Missstände und will „Harte Regeln für den Gemeindebau“ aufstellen lassen. „Seltsam, dass solche ‚Erleuchtungen‘ stets erst vor Wahlen aufkommen“, wundern sich die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.

Via Kronenzeitung ließ Ludwig jetzt nämlich ankündigen, dass man „Tricksereien mit Überbelagszahlen stoppen und die Vergabe an Neuösterreicher bremsen“ wolle. „Wir hoffen im Interesse tausender durch die bisherigen Praktiken von Ludwig&Wiener Wohnen geschädigter Gemeindemieter, dass es sich hier nicht um billige Wahlkampftricks handelt“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker, bei denen kaum ein Tag vergeht, an dem keine Beschwerden oder Hilferufe im Zusammenhang mit Wiener Wohnen einlangen.

Jenen Gemeindemietern, die in ihren Wohnungen tagtäglich dem zumeist von Neuösterreichern verusachten auch unerträglichen nächtlichen Lärm und deren Lebensgewohnheiten ausgesetzt sind, helfen die Ankündigungen Ludwigs allerdings nichts. „Denn jene Leute, die uns um Unterstützung ersuchen, haben zumeist schon mehrfache ergebnislose Kontakte mit Wiener Wohnen hinter sich“, so BR Ossi Turtenwald und ist überzeugt: „Um den Moloch Wiener Wohnen in Griff zu bekommen, bedarf es einer lückenlosen Durchforstung, am besten durch den Bundesrechnungshof. Und das nicht nur bei Wiener Wohnen, sondern bei allen ‚ausgelagerten‘ Betrieben der Stadt Wien!“

Neue Wohn-Regeln