Im Bezirkszentrum: Radwege für die Brünner Straße – WIFF: „Viel Steuergeld für wenig Radfahrer!“

Helle Aufregung und Verärgerung herrscht – vorerst nur – bei den informierten Geschäftsleuten in der Brünner Straße bis zum Spitz. Ihnen flatterten kürzlich Pläne betreffend eine Umgestaltung der inneren Brünner Straße ins Haus, auf denen die Errichtung von beidseitigen Radwegen bis ins Bezirkszentrum dargestellt wird. Bei gleichzeitigem Verlust von Parkplätzen und einer Beeinträchtigung des Individual- und auch öffentlichen Verkehrs.

 
„Offenbar hat man im Rathaus bei Rot&Grün immer noch nicht realisiert, dass Vergleiche mit Radfahrstädten in Holland oder Dänemark völlig unseriös sind. Bei uns müssen Radwege weg von den ohnehin zu schmalen Hauptverkehrsrouten. Oder will man, dass Radfahrer entlang stauender Kolonnen ihre Gesundheit zu Markte tragen?“, fragen die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.
 
Sie verweisen auf die sündteuren, aber fast ungenutzten Radwege in der Floridsdorfer Hauptstraße zwischen Am Spitz und Jedleseer Straße, auf die ebenfalls zumeist leeren, aber den sonstigen Verkehr stark beeinträchtigenden sogenannten „Mehrzweck“-Radwege in der Leopoldauer Straße oder auf die Rußbergstraße, wo durch solche überbreiten Einrichtungen, auf denen nur selten Radfahrer zu sehen sind, die motorisierten Verkehrsteilnehmer bis hin zu den öffentlichen Bussen, ebenfalls stark beeinträchtigt werden. „Hier wurde und werden weiter ungehindert Steuermillionen für nur ganz wenige Nutzer verschleudert“, so die beiden Bezirkspolitiker, die gemeinsam mit so manchen Radfahrern seit Jahren beispielsweise auf die Errichtung von Radwegen zwischen Jedlersdorf und Strebersdorf entlang der Strebersdorfer Straße vergeblich warten.
 
„Eine solche Route würde allein schon wegen der beiden Schulbereiche in Jedlersdorf und Strebersdorf mit Sicherheit bestens angenommen werden“, sind Schimanek und Turtenwald nicht zuletzt aufgrund zahlreicher Bürgergespräche der letzten Jahre überzeugt. Sie befürchten, „dass wir nach der Wien-Wahl 2020 viel Geld in die Hand nehmen müssen, um diverse Verkehrsbausünden der derzeitigen Stadtregierung zu reparieren“…