Jedlersdorf: Bürgerproteste gegen „Wohnklotz“ im Siedlungsgebiet – WIFF: „Baupolizei soll genauestens prüfen!“

Spätestens seit den Anrainern des Grundstücks Salomongasse 52 eine Information der MA 37/Baupolizei über die Anberaumung einer Bauverhandlung ins Haus geflattert ist, herrscht in der dortigen Gartensiedlung Alarmstimmung. Inmitten dieses schmuck gewachsenen Siedlungsgebietes hat nämlich eine „Dachraum Projektentwicklungs GmbH“ auf einer bisher mit einem kleinen Einfamilienhaus bebauten Fläche die Errichtung eines – wie Siedlungsbewohner sagen – „Wohnklotzes, der in unsere Siedlung hineingepfercht werden soll und hier wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passt“, geplant.

Laut Internet-Bewerbung präsentieren die beiden Geschäftsführenden Firmengesellschafter, Ing. Sargon Gecer und Kresimir Azdajic, auf dem kleinen Areal sage und schreibe 10 Wohneinheiten (neun in Größen zwischen 72 und 88 m2, eine Wohnung mit 42 m2) sowie neun Tiefgaragenplätze. – Ob dieses Projekt in seiner geplanten Form tatsächlich realisiert werden kann, wird sich in der für 21. Oktober anberaumten Bauverhandlung zeigen.
 
Für die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald sind derartige Großprojekte in gewachsenen Siedlungsgebieten völlig fehl am Platz. „So wie zuletzt in der Nordrandsiedlung müsste die Behörde auch in Jedlersdorf in den Siedlungen an der Gerasdorferstraße rasch ein Bauverbot auf Zeit verhängen, um einer Zerstörung des jeweiligen Siedlungscharakters vorzubeugen. Auch für Stadträtin Gaal (SPÖ) ist es hoch an der Zeit, die unter der Verantwortung ihres Vorgängers und nunmehrigen Bürgermeisters Ludwig (SPÖ) in Teilen völlig ‚verunglückte‘ Novellierung der Wiener Bauordnung wieder zu reparieren und damit die weitere Zerstörung unserer Siedlungsgebiete hintan zu halten“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend. – Fotos: dachraum-projekt.at / Franz Hödl.