Jedlesee: Bürgerprotest gegen Nachtbaustelle

Als die Bewohner im Bereich Jedleseer Straße 95 Anfang Dezember mitten in der Nacht von ohrenbetäubendem Lärm aus den Schlaf gerissen wurden, dachten viele laut eigenen Aussagen vorerst an eine Explosion. Tatsächlich begann zu diesem Zeitpunkt eine Baufirma im Auftrag der Gemeinde Wien mit nächtlichen Bauarbeiten.

„Kein Bewohner aus der nahen Umgebung hat davon gewusst und als ich sofort die Baustelle aufsuchte, musste ich von einem Arbeiter erfahren, dass die Arbeiten während der Nachtstunden abgewickelt werden müssten, um den Busverkehr nicht zu behindern. Bis spätestens 17. Dezember müssten sich die Leute eben mit dem nächtlichen Lärm abfinden“, schildert Anrainer Wilhelm M. WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek die Situation. Erst einen Tag später flatterte dann ein Info-Schreiben der Baufirma in die Briefkästen der Anrainer.
 
„Für uns Betroffene ist die Ausrede auf den beeinträchtigten Busverkehr nicht nachvollziehbar, das Baufahrzeug steht ja auf der Randfläche und stört die Linienbusse überhaupt nicht“ ist Wilhelm M. überzeugt. – Schimanek fordert jetzt von der MA 46 eine Überprüfung der Situation: „Nachtarbeit auf Kosten der verdienten Nachtruhe von Anrainern darf sich keinesfalls über Wochen erstrecken und darf nur in echten Ausnahme- und Notsituationen angeordnet werden!“