Jedlesee: Skandal-Sanierung (Copyright: Kronenzeitung) zeigt erneut Chaos bei „Wiener Wohnen“ auf – WIFF-Warnungen und Fotobeweise wurden auf dem Rücken der Gemeindemieter Jahre lang ignoriert.

Seit 2016 haben die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald in regelmäßigen Abständen gravierende Fehlleistungen bei der Sanierung der Jedleseer Gemeindebauten im Bereich Amperegasse und Jedleseer Straße öffentlich gemacht – jetzt endlich hat Stadträtin Gaal (SPÖ) die Reißleine ziehen und den zuständigen Baumanager feuern lassen.

„Dafür, dass die insgesamt mehr als 3000 in den Anlagen lebenden Menschen zum Teil bis zu vier Jahre auf einer katastrophal betriebenen Großbaustelle leben mussten bzw. auch noch leben müssen, zeichnet neben dem Baumanagement und ‚Wiener Wohnen‘ aber vor allem der einstmalige Wohnen-Stadtrat und nunmehrige Bürgermeister Ludwig (SPÖ) hauptverantwortlich“, üben die beiden WIFF-Bezirkspolitiker heftige Kritik an der langjährigen Untätigkeit und Beschwichtigungspolitik des Ex-Stadtrates und damaligen SPÖ-Bezirksparteiobmannes.
 
„Trotz eindeutiger Fotodokumentationen gravierendster Fehlleistungen übte sich Ludwig stets in Beschwichtigungspolitik. Seine Standardverteidigung: Es handle sich um eine Großbaustelle und die dauere eben ihre Zeit“.
 
Nunmehr hat man sich laut Kronenzeitung (16. Jänner 2020) bei der Stadt Wien entschlossen, das Baumanagement in Eigenregie zu übernehmen. „Was wohl einer gefährlichen Drohung gleich kommt, wenn man da nur an die skandalösen Vorgänge samt Kostenexplosion beim Neubau des SMZ Nord denkt“, können die beiden WIFF-Bezirkspolitiker dieser Entscheidung des Rathauses rein gar kein Positivum abgewinnen.
 
„Die Wiener Architekten- und Ingenieurkammer sowie auch die Bauinnung könnten auf Anhieb eine Reihe hoch qualifizierter Fachleute namhaft machen, die das Sanierungsvorhaben Jedleseer Straße und vor allem auch die Behebung der bei der bisherigen ‚Sanierung‘ verursachten Schäden bestens zu Ende führen könnten. Allerdings müsste man die Experten nur ohne Zwang arbeiten lassen“, so Schimanek und Turtenwald abschließend. Sie fordern im Interesse der Wiener Steuerzahler jetzt eine lückenlose Aufklärung samt totaler Kostenwahrheit.
Fotos: Franz Hödl.